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Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat Bayern einen Kompromiss angeboten.

Energiewende

Stromtrassen: Gabriel bietet CSU Kompromiss an

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München – Bewegung im Streit um Stromtrassen und Energiewende: Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat Bayern einen Kompromiss angeboten.

Demnach könnte die besonders umstrittene Süd-Ost-Leitung von Sachsen-Anhalt nach Bayern entlang bestehender Wechselstromleitungen verlegt werden, wurde in der CSU bestätigt.

Die Masten würden sich kaum von gewöhnlichen Masten unterscheiden. Wo bisher keine Leitung existiere, könne man die Verlegung von – teureren – Erdkabeln in Betracht ziehen, heißt es unter Bezug auf Gabriel. Um den Bedarf an weiteren Höchstspannungsleitungen zu mindern, die Windstrom nach Bayern bringe, könne das defizitäre Eon-Gaskraftwerk Irsching auch über 2016 hinaus von den Stromkunden subventioniert werden.

Ministerpräsident Horst Seehofer äußerte sich vorsichtig optimistisch. „Es ist alles in Bewegung“, das sei grundsätzlich positiv, sagte er unserer Zeitung. Bisher sei er mit den Gesprächen „sehr zufrieden“. Seehofer betonte allerdings, es könne keine isolierte Betrachtung der Trassen-Frage geben. „Wir reden über drei Dinge: Energiesparen und -effizienz, Produktion und Transport. Jetzt ist die Gesamtschau wichtig.“ Am Dienstagabend steht ein vertrauliches Treffen mit Kanzlerin Merkel, Gabriel und Seehofer an.  

cd/dpa

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