Mindestens neun Verletzte bei Schüssen in Toronto - Schütze tot

Mindestens neun Verletzte bei Schüssen in Toronto - Schütze tot
+
Gianis Varoufakis wartet mit neuen spektakulären Geschichten auf. Foto: Orestis Panagiotou/Archiv

Suche in Merkels Unionsfraktion: Wer betete für Varoufakis?

Berlin (dpa) - 311 Sitze hat die Unionsfraktion im Bundestag, 255 CDU- und 56 CSU-Abgeordnete. Einer der Christdemokraten soll Griechenlands Ex-Finanzminister Gianis Varoufakis am Tag vor der Volksabstimmung über die Sparmaßnahmen in seinem Land Anfang Juli Zuhause aufgesucht haben.

Um ihm folgendes zu versichern: "Ich glaube nicht an das, was wir euch antun." Das hat jedenfalls Varoufakis dem Journalisten Ian Parker erzählt, der für die aktuelle Ausgabe des "New Yorker" (3. August) unter dem Titel "Der griechische Krieger" ein sehr langes Porträt über den gescheiterten Minister geschrieben hat.

Nun hat die Suche nach dem Fraktionsmitglied begonnen, das sich auf diese ungewöhnliche Weise vom harten Kurs der Kanzlerin Angela Merkel und des Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble distanziert haben soll. Ein Fraktionssprecher sagte auf Anfrage, in dem fraglichen Zeitraum habe kein CDU-Abgeordneter eine Griechenland- Reise angemeldet. Ohne einen solchen Verwaltungsakt gibt es keine Kostenerstattung. Das heißt: Entweder ist der Abgeordnete privat gereist. Oder die Geschichte stimmt nicht.

Von Varoufakis haben viele in der Fraktion vor allem nach dessen Beschimpfungen der Gläubiger als Terroristen keine hohe Meinung. Also wer könnte zu ihm gefahren sein und die deutsche Rettungspolitik als etwas Schlimmes dargestellt haben - wenn es denn so war?

Auf jeden Fall wohl ein gläubiger Christdemokrat. Denn er soll auch noch versichert haben, dass er für Varoufakis beten werde, obwohl der Atheist sei. Die Zeitung "Die Welt" rät: "Melden Sie sich einfach von sich aus (...). Denn Varoufakis plaudert es sowieso irgendwann aus."

Porträt über Varoufakis im "New Yorker" (Englisch)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trump warnt Irans Präsident: "Bedrohen Sie niemals wieder die USA"
US-Präsident Donald Trump hat den Iran mit drastischen Worten verwarnt: Dem Präsidenten des Irans riet der US-Präsident bei Twitter: „Passen Sie auf“.
Trump warnt Irans Präsident: "Bedrohen Sie niemals wieder die USA"
G20 warnen vor wirtschaftlichen Risiken des Handelskonflikts - Scholz sieht auch Chance
Angesichts des Handelskonflikts zwischen den USA, China und der EU haben die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer vor Gefahren für die Weltwirtschaft gewarnt. Olaf …
G20 warnen vor wirtschaftlichen Risiken des Handelskonflikts - Scholz sieht auch Chance
Verwirrende Aussage: Trump verwechselt seinen Großvater mit seinem Vater
In einem Fernsehinterview macht US-Präsident Donald Trump verwundernde Angaben zur Herkunft seiner Eltern. Kommt sein Vater etwa aus Deutschland?
Verwirrende Aussage: Trump verwechselt seinen Großvater mit seinem Vater
Özil tritt aus Nationalmannschaft zurück - Rassismus-Vorwürfe gegen DFB-Spitze
Mesut Özil tritt aus der deutschen Nationalmannschaft zurück. Der Weltmeister zieht damit die Konsequenzen aus der Affäre um die Fotos mit dem türkischen Präsidenten …
Özil tritt aus Nationalmannschaft zurück - Rassismus-Vorwürfe gegen DFB-Spitze

Kommentare