Südkorea löst Cyber-Angriffs-Alarm aus

Seoul - Zahlreiche Webseiten sind nach Hacker-Angriffen zusammengebrochen. Erinnerungen an einen ähnlichen Vorfall im März werden wach. Damals machte die Regierung in Seoul Nordkorea verantwortlich.

Nach dem Zusammenbruch mehrerer Internetseiten der Regierung hat Südkorea am Dienstag Cyber-Angriffs-Alarm ausgelöst. Mit dem Alarm werden Regierungsbehörden und Öffentlichkeit vor möglichen Angriffen aus dem Internet gewarnt und dazu angehalten, verstärkt auf die Sicherheit ihrer Rechner und Server zu achten.

Mehrere Internetseiten der Regierung - darunter auch die Präsidenten-Homepage - sowie einige Medien-Seiten funktionierten nicht mehr, wie es in einer Mitteilung des Wissenschaftsministeriums hieß. Die Seiten seien gehackt worden, die Untersuchungen liefen. Ob die Vorfälle im Zusammenhang damit stehen, dass Dienstag der 63. Jahrestag des Beginns der Korea-Krieges ist, war zunächst unklar.

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Zuletzt hatte die südkoreanische Regierung der Führung in Nordkorea vorgeworfen, im März mit einer Internetattacke Zehntausende von Computern und Servern bei südkoreanischen Sendern und Banken lahmgelegt zu haben.

Eine vorläufige Untersuchung, die im April veröffentlicht wurde, kam zu dem Schluss, dass eine vom Militär betriebene Spionageeinrichtung Urheber des Angriffs war. Umgekehrt hat auch Nordkorea sein Nachbarland bezichtigt, Cyber-Angriffe ausgeführt zu haben.

Nach den massiven Spannungen in der Region besonders im März und April hatte Nordkorea zuletzt signalisiert, dass es wieder zu einer diplomatischen Annäherung bereit sei.

AP

Rubriklistenbild: © dpa

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