Münchner Lichtkünstler Ingo Maurer im Alter von 87 Jahren verstorben

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Südkorea nimmt die Aussagen um eine Exekution des nordkoreanischen Verteidigungsministers zurück.

Hinrichtung "nicht verifizierbar"

Südkorea relativiert Angaben zu Exekution von Hyon Yong Chol

Seoul - Südkoreas Geheimdienst hat am Donnerstag zuvor kolportierte Angaben zur Absetzung und Hinrichtung des nordkoreanischen Verteidigungsministers Hyon Yong Chol relativiert.

Hyon sei zwar entlassen worden, sagte ein Sprecher des Geheimdiensts NIS der Nachrichtenagentur AFP. Auch gebe es Geheimdienstberichte, denen zufolge er hingerichtet worden sein könnte. "Dies konnte aber noch nicht verifiziert werden", sagte der Sprecher.

Aus südkoreanischen Parlamentskreisen war am Mittwoch verlautet, dass der Minister Ende April vor hunderten Zuschauern mit Flugabwehrgeschützen hingerichtet worden sei. Demnach soll er unter anderem für Kritik an Machthaber Kim Jong Un bestraft worden sein. Die Nachrichtenagentur Yonhap, welche die Informationen verbreitet hatte, berief sich auf Äußerungen von NIS-Vizechef Han Ki Beom vor einem Parlamentsausschuss.

Der südkoreanische Geheimdienst NIS hat eine durchwachsene Bilanz, was die Qualität seiner Berichte angeht. Einige Angaben erwiesen sich in der Vergangenheit als falsch. Cheong Seong Chang vom Sejong-Institut in Seoul bezeichnete den NIS-Bericht über die angebliche Hinrichtung Hyons bereits am Mittwoch als "unüberlegt". Es handle sich um "wackelige, unbestätigte Geheimdienstberichte", sagte er.

Minister Hyon war bislang zu Kims engstem Umfeld gezählt worden. Er hatte den Posten des Verteidigungsministers erst vor knapp einem Jahr übernommen. Zuletzt wurde er bei Musikaufführungen am 27. und 28. April in der Öffentlichkeit gesehen.

Kim war seinem Vater Kim Jong Il nach dessen Tod Ende 2011 an der Staatsspitze nachgefolgt. Wiederholt tauschte er seitdem hochrangige Verteidigungskader aus. Ende 2013 wurde Kims Onkel Jang Song Thaek als "Verräter" hingerichtet.

AFP

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