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Südkoreanische Soldaten am Grenzfluss Imjin zwischen Nord- und Südkorea.

Fluchtversuch in den Norden

Südkoreaner an Grenze zu Nordkorea erschossen

Seoul - Am Grenzfluss Imjin ist am Montag ein Südkoreaner von einem Grenzsoldaten erschossen worden. Er hatte versucht die Grenze nach Nordkorea zu überqueren.

Überschattet von einem tödlichen Zwischenfall an der innerkoreanischen Grenze ist die von Nord-und Südkorea gemeinsam betriebene Sonderwirtschaftszone Kaesong wieder in Betrieb genommen worden. Fünf Monate nach der Schließung des Industriekomplexes überquerten am Montag hunderte südkoreanische Manager, Autos und Lastwagen die Grenze. Kaesong liegt etwa zehn Kilometer hinter der Grenze auf nordkoreanischem Gebiet und ist eine wichtige Devisenquelle für Pjöngjang.

Südkoreanische Soldaten erschossen am Morgen einen Mann, der durch einen Grenzfluss in den Norden gelangen wollte. Der Mann sei trotz mehrfacher Warnungen in den Fluss Imjin gesprungen und losgeschwommen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul. Daraufhin hätten die Soldaten das Feuer eröffnet, die Leiche des Mannes sei später aus dem Wasser gezogen worden. Ein Pass wies den Mann als 47-jährigen Südkoreaner, der im Juni aus Japan abgeschoben worden war.

Tochter eines nordkoreanischen Sicherheitsfunktionärs geflohen

Es ist sehr selten, dass an der innerkoreanischen Grenze geschossen wird - mindestens ebenso selten ist es, dass sich jemand vom Süden in den Norden absetzen will. Aus Pjöngjang wurde der Vorfall zunächst nicht kommentiert.

Ein südkoreanischer Aktivist teilte unterdessen mit, die Tochter eines ranghohen nordkoreanischen Sicherheitsfunktionärs habe sich in den Süden abgesetzt. Der Vater der 19-jährigen Han sei im Ministerium für öffentliche Sicherheit für Polizeieinsätze in der Hauptstadt Pjöngjang zuständig, sagte der Fluchthelfer der Nachrichtenagentur AFP.

Han habe in Peking ein College besucht und sei mit seiner Hilfe über ein Drittland nach Südkorea gelangt, fügte der Aktivist hinzu, der nicht namentlich genannt werden wollte. Flüchtlingen aus Nordkorea droht bei der Rückkehr in ihr Heimat schwere Strafen. Auch ihren Angehörigen drohen Repressalien.

AFP/dpa

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