90 Maschinengewehrsalven wurden abgefeuert

Südkoreas Armee feuert Warnschüsse auf Flugobjekt ab

Spitzt sich die Krise in Korea zu? Ein Flugobjekt tauchte über der entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea auf. 

Seoul - Wenige Stunden vor Beginn einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zu Nordkorea hat Südkorea Warnschüsse auf ein vom Norden kommendes Flugobjekt abgegeben. Wie die Armee in Seoul am Dienstag mitteilte, drang das nicht identifizierte Objekt über die entmilitarisierte Zone in den südkoreanischen Luftraum ein. Ob das Objekt, möglicherweise eine Drohne, abgeschossen wurde oder über die Grenze zurückkehrte, gab die Armee nicht bekannt. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap meldete, auf das Objekt seien 90 Maschinengewehrsalven abgefeuert worden.

Die Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats wurde nach Angaben der uruguayischen Ratspräsidentschaft von den USA, Japan und Südkorea beantragt. Nordkorea hatte am Montag den erfolgreichen Test einer Mittelstreckenrakete bestätigt und deren Einsatzbereitschaft bekannt gegeben. Nach Angaben der USA und Südkoreas handelte es sich um eine Mittelstreckenrakete, die etwa 500 Kilometer weit flog.

Nordkorea arbeitet an der Entwicklung von Langstreckenraketen

Pjöngjang hatte erst eine Woche zuvor eine Mittelstreckenrakete gezündet. Zugleich arbeitet die Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten. Seit 2006 hat Nordkorea nach eigenen Angaben fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr.

Mit seinen Tests verstößt Nordkorea gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Das Gremium hat seine Strafmaßnahmen gegen das Land in den vergangenen Jahren mehrfach verschärft.

afp

Rubriklistenbild: © dpa

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