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Südkoreas Präsident Moon Jae In möchte sich dem Norden weiter Annähern.

Entspannung auf er Halbinsel

Südkoreas Präsident will weitere Annäherung an den Norden

Südkoreas Präsident Moon Jae In will mit Nordkorea im Gespräch bleiben. Dazu braucht er die Unterstützung der USA. Bei einem Telefonat mit Präsident Trump kündigt Moon neue Pläne an.

Seoul - Nach der Annäherung Nordkoreas will Südkoreas Präsident Moon Jae In möglichst bald einen Sondergesandten nach Pjöngjang schicken. Das habe Moon dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump am Telefon gesagt, teilte das Präsidialamt in Seoul am Donnerstag mit. Beide hätten vereinbart, die Impulse des innerkoreanischen Dialogs für eine Lösung des Streits um das nordkoreanische Atomprogramm zu nutzen.

Moon unterrichte Trump den Angaben zufolge über die Ergebnisse seiner Gespräche mit den Delegationen aus Nordkorea, die zur Eröffnungs- und Schlussfeier der Olympischen Winterspiele von Pyeongchang im vergangenen Monat in Südkorea waren. Mit der Entsendung eines Emissärs nach Pjöngjang wolle Moon den Besuch der Schwester von Machthaber Kim Jong Un, Kim Yo Jong, erwidern, hieß es. Ob Trump sich direkt dazu äußerte, war zunächst unklar.

Südkorea auf Hilfe der USA angewiesen

Die einflussreiche Schwester, die auch als wichtige Beraterin Kim Jong Uns gilt, hatte als Sondergesandte ihres Bruders zur Eröffnungsfeier der Winterspiele eine Einladung an Moon nach Pjöngjang übermittelt. Moon hatte aber zunächst zurückhaltend reagiert. Der südkoreanische Präsident muss sich mit dem Bündnispartner USA abstimmen, die gegen Nordkorea einen Kurs des „höchsten Drucks“ steuern, um das Land zur Aufgabe seines Atomprogramms zu bewegen.

Moon hatte Washington jedoch zuletzt zum Gespräch mit Nordkorea aufgefordert. Er betonte dabei, Washington müsse die Schwelle für einen Dialog senken, während Nordkorea die Bereitschaft zeigen müsse, seine Atomwaffen zu beseitigen. Der zur Olympia-Schlussfeier angereiste nordkoreanische General und frühere Geheimdienstchef Kim Yong Chol hatte zuvor im Gespräch mit Moon betont, dass „die Tür für Dialog mit den USA offen“ sei.

Nicht gut aufeinander zu sprechen: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un (l.) und US-Präsident Donald Trump.

US-Präsident Trump und die nordkoreanische Führung hatten sich im vergangenen Jahr in dem Streit um das nordkoreanische Atomwaffen- und Raketenprogramm gegenseitig mit scharfen Drohungen überzogen, die weltweit schlimme Befürchtungen ausgelöst hatten. Am Rande der Winterspiele hatten Nordkoreas Vertreter jedoch erstmals zaghafte Signale der Gesprächsbereitschaft ausgesandt.

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