+
Präsident Salva Kiir

Nach blutigen Kämpfen

Südsudan: Parteien beschließen Waffenstillstand

Addis Abeba - Nach fünf Wochen blutiger Kämpfe wollen die Konfliktparteien im Südsudan die Waffen zunächst niederlegen. Dank der Vermittlung der Nachbarstaaten wurde eine Waffenruhe vereinbart.

Ein Frieden im Krisenland Südsudan rückt näher: Die Konfliktparteien im Südsudan haben am Donnerstag in Addis Abeba ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Es soll den im Dezember ausgebrochenen Konflikt beenden, in dessen Verlauf bis zu 10.000 Menschen getötet wurden. Mindestens 400.000 Menschen flohen nach UN-Angaben vor den Kämpfen. Vor allem in den ölreichen Bundesstaaten Jonglei und Unity gab es heftige Kämpfe.

„Trotz der unterschriebenen Vereinbarung über die Einstellung der Feindseligkeiten geben wir uns nicht der Illusion hin, dass die Umsetzung einfach wird“, sagte Südsudans Regierungs-Unterhändler Nhial Deng.

Auslöser des Konflikts war ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und dessen im Juli 2013 entlassenen Stellvertreter Riek Machar. Die Gewalt in dem erst 2011 unabhängig gewordenen Staat hat auch ethnische Hintergründe.

Einer der zentralen Streitpunkte zwischen Regierung und Rebellen war das Schicksal von elf inhaftierten Politikern, die als Machar-Anhänger gelten. Sie waren im Dezember wegen eines angeblichen Putschversuchs verhaftet worden. Die Rebellen forderten ihre Freilassung als Voraussetzung für eine Waffenruhe. Auch die USA und die Europäische Union hatten die Freilassung der Männer verlangt. Bei der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens war zunächst unklar, ob die politischen Gefangenen frei kommen würden.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Startschuss für Populisten-Regierung in Italien
Es ist eine Zäsur für Italien und für Europa. Erstmals soll in einem EU-Gründerstaat eine rein populistische Regierung die Macht übernehmen. An der Spitze: …
Startschuss für Populisten-Regierung in Italien
Conte bekommt Regierungsauftrag für Populisten-Koalition in Italien
Giuseppe Conte hat von Staatspräsident Sergio Mattarella den Regierungsauftrag in Italien bekommen. 
Conte bekommt Regierungsauftrag für Populisten-Koalition in Italien
Urteil gegen Trump: Das darf der Präsident auf Twitter nicht mehr machen
Ein New Yorker Bundesgericht hat einen Entscheidung gegen US-Präsident Donald Trump gefällt. Es geht um die Social-Media-Plattform Twitter.
Urteil gegen Trump: Das darf der Präsident auf Twitter nicht mehr machen
Interne Dokumente aufgetaucht: Wollte das Bamf Josefa Schmid mundtot machen?
Der Bamf-Skandal weitet sich aus: Interne Dokumente scheinen zu belegen, dass die Behörde die leitende Mitarbeiterin mundtot machen wollte, die die Misstände ans Licht …
Interne Dokumente aufgetaucht: Wollte das Bamf Josefa Schmid mundtot machen?

Kommentare