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Hat die Südtiroler Partei "Die Freiheitlichen" Sex-Spielzeug mit Steuergeldern finanziert? Obfrau Ulli Mair dementiert dies - bestätigt allerdings den Kauf der Lust-Artikel in einem Sex-Shop. 

Politik-Skandal

Sexspielzeug mit Steuergeldern gekauft?

Bozen - Skandal in Südtirol: Hat die Partei "Die Freiheitlichen" Sexspielzeug mit Steuergeldern finanziert? Obfrau Ulli Mair hat bereits dementiert - aber den Kauf bestätigt.

Im beschaulichen Südtirol diskutiert die Medienlandschaft derzeit aufgeregt über Sex-Spielzeug in der Politik. Dabei geht es um die spannende Frage: Hat die Mitte-Rechts-Partei "Die Freiheitlichen" (fordert unter anderem die Abspaltung Südtirols von Italien) Erotik-Utensilien mit Steuergeldern finanziert?

Ans Licht brachte die peinliche Geschichte die Zeitung "Corriere dell' Alto Adige". Wie das Blatt berichtete, wurden ein Vibrator und zwei weitere Erotik-Artikel im "Beate-Uhse"-Laden neben dem Bozner Bahnhof gekauft. Anschließend soll der Kassenbeleg in Höhe von fast 65 Euro in die Spesenabrechnung der "Freiheitlichen" gewandert sein. Mit den Landtagsfraktionsgeldern sollen die privaten Gegenstände finanziert worden sein. Aufgeflogen ist der Lust-Kauf im Zuge von Ermittlungen der Finanzwache.

Mittlerweile hat sich "Freiheitlichen"-Parteiobfrau Ulli Mair in der peinlichen Angelegenheit zu Wort gemeldet. Die Rechnung, so versichert sie, belege ein witzig gemeintes Geburtstagsgeschenk für einen Parteikollegen. "Das war ein Scherz zu Sigmar Stockers Geburtstag am 16. Mai 2012, im letzten Moment habe ich eine Mitarbeiterin und einen Funktionär gebeten, das Geschenk zu besorgen", zitiert das Online-Magazin "Salto" die Politikerin.

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Mair enthüllt zudem, was damals im "Beate-Uhse"-Laden gekauft wurde: Ein vibrierender Penisring, ein String-Tanga für den Mann sowie zwei Gel-Bällchen in der Form eines Frauenbusens. Gesamtwert: exakt 64,92 Euro.

Dass der Kassenbeleg in den Rechnungsunterlagen der "Freiheitlichen"-Fraktion landete, sei "ein blöder Fehler" gewesen, betont Mair gegenüber "Salto". Sie findet es in erster Linie skandalös, dass Unterlagen, die unter Verschluss der Staatsanwaltschaft sind, an die Öffentlichkeit gelangten. "Da gibt es wohl bei der Finanzbehörde jemanden, der das durchsickern hat lassen."

Wie "Salto" berichtet, versichert Mair, dass das Sexspielzeug keinesfalls mit öffentlichen Geldern finanziert worden sei. "Schließlich habe ich die letzten zehn Jahre einen Teil meines Gehalts, nämlich 1.300 Euro monatlich in die Fraktionskassa eingezahlt."

Wer will, so Mair, kann den Penisring im Bozner Fraktionsbüro der Freiheitlichen bestaunen. Dort liege er noch orginalverpackt und ungebraucht.

In Südtirol wartet man nun sehr gespannt auf die Ermittlungsergebnisse.

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