+
König Mswati III. von Swasiland - hier mit der Präsidentin von Thailand.

Nach 50 Jahren Unabhängigkeit 

König von Swasiland will sein Reich umbenennen - einen Namen hat er schon gefunden

Zur Feier des 50. Jahrestags der Unabhängigkeit von Großbritannien hat sich der König von Swasiland einen neuen Namen für sein Reich ausgedacht.

Mbabane - Der als absoluter Monarch herrschende König von Swasiland hat seinem Land einen neuen Namen verordnet. Künftig soll es „eSwatini“ heißen, was übersetzt etwa der „Ort der Swasis“ bedeutet. König Mswati III. verkündete die Namensänderung bei den Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit von Großbritannien. Swasiland hatte damals den Englischen Namen für das Land beibehalten. Von jetzt an werde das Land „Königreich eSwatini“ heißen, erklärte der Monarch am Donnerstag örtlichen Medienberichten und einem YouTube-Video seines Auftritts zufolge.

Mswati III., einer der letzten absoluten Monarchen auf der Welt, regiert das kleine an Südafrika und Mosambik grenzende Land bereits seit 1986. Politische Parteien sind verboten, die Presse ist nicht frei. Der 50-Jährige ist für einen verschwenderischen Lebensstil bekannt, zwei Drittel der 1,4 Millionen Einwohner leben der Weltbank zufolge jedoch in Armut. Der Monarch ist bekennender Polygamist und hatte 2015 nach offiziellen Angaben mindestens 14 Ehefrauen.

Swasiland hält den traurigen Rekord, die weltweit höchste Rate an HIV-Infektionen zu haben. Mehr als jeder vierte Bewohner ist betroffen. Das Land weist auch die höchste Tuberkulose-Infektionsrate auf. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt nur bei 56 Jahren - fast 30 Jahre weniger als in Deutschland.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Brexit: May übersteht Misstrauensvotum - Brüssel schickt Notfall-Experten in EU-Hauptstädte - 14 Bereiche massiv betroffen 
Die Abstimmung über den Brexit-Deal endet im britischen Unterhaus mit einem „No“. May übersteht das Misstrauensvotum. Brüssel befürchtet 14 Bereiche, in denen ein …
Brexit: May übersteht Misstrauensvotum - Brüssel schickt Notfall-Experten in EU-Hauptstädte - 14 Bereiche massiv betroffen 
USA und China treffen sich zu neuen Handelsgesprächen
Der Handelskrieg zwischen den USA und China sorgt für globale Instabilität. So übt Finanzminister Scholz in Peking den Schulterschluss. Doch die Lage ist hochfragil.
USA und China treffen sich zu neuen Handelsgesprächen
Bei „Maischberger“: Lindner und Habeck zoffen wegen Hartz-IV-Empfänger   
In der Talk-Show „Maischberger“ ist am Mittwochabend heftig über die Hartz-IV-Sanktionen diskutiert worden. Christian Lindner griff dabei einen Hartz-IV-Empfänger …
Bei „Maischberger“: Lindner und Habeck zoffen wegen Hartz-IV-Empfänger   
May offen für Nachverhandlungen zum Brexit-Abkommen
Das Misstrauensvotum hat die britische Premierministerin überstanden. Doch eine Lösung für ihr Brexit-Dilemma ist damit nicht in Sicht. Sie muss nun bald einen Plan B …
May offen für Nachverhandlungen zum Brexit-Abkommen

Kommentare