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Verwundetes syrisches Mädchen nach Luftangriffen auf die Stadt Douma.

Rebellen gegen Regierung

17 Tote bei Luftangriffen auf syrisches Rebellengebiet

Im Osten der syrischen Hauptstadt Damaskus konnten Rebellen einen Armeestützpunkt einkreisen. Jetzt eskalieren dort die Kämpfe. Für Zivilisten wird die ohnehin katastrophale Lage noch schlimmer.

Damaskus - Bei Luftangriffen auf syrisches Rebellengebiet östlich der Hauptstadt Damaskus sind Aktivisten zufolge mindestens 17 Zivilisten ums Leben gekommen. Mindestens 60 Menschen seien in der Region Ost-Ghuta verletzt worden, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag. Unter den Todesopfern seien auch zwei Kinder und drei Frauen.

Die Menschenrechtler machten für die Bombardierungen syrische und russische Kampfflugzeuge verantwortlich. Allein zwölf Menschen seien bei der Bombardierung des Ortes Hamuria getötet worden.

Die Enklave Ost-Ghuta nahe der Hauptstadt gehört derzeit zu den umkämpftesten Gebieten des Bürgerkriegslandes. Dort sind nach Schätzung rund 400.000 Menschen von der Regierung eingeschlossen. Zuletzt eskalierten die Gefechte, nachdem Rebellen einen Stützpunkt der Armee mit rund 200 Regierungsanhängern einkreisen konnten. Die Regierungsgegner in Ost-Ghuta werden von radikal-islamischen Gruppen dominiert.

In dieser Woche waren bei Angriffen auf die Region 30 Zivilisten getötet worden, darunter Kinder. Den Menschenrechtlern zufolge starben in Ost-Ghuta seit Ende Dezember fast 100 Zivilisten. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) erklärte über Twitter, es sei angesichts der Kämpfe alarmiert. Zivilisten in der Region lebten seit vielen Monaten in einer kritischen humanitären Lage.

Zahlreiche Angriffe von syrischen und russischen Jets

Syriens Regierungstruppen erzielten unterdessen im Kampf gegen Rebellen im Nordwesten des Landes weitere Geländegewinne. Sie hätten im Süden der Provinz Idlib zwei Orte eingenommen, meldeten die Beobachtungsstelle und regierungsnahe Medien.

Das UN-Nothilfebüro Ocha erklärte über Twitter, in der von Rebellen kontrollierten Stadt Marat al-Numan sei zum dritten Mal in weniger als einer Woche die Geburts- und Kinderklinik beschädigt worden und deshalb außer Betrieb. Syrische und russische Jets hatten in dieser Woche zahlreiche Angriffe in der umkämpften Region geflogen.

Idlib ist die letzte Provinz des Bürgerkriegslandes, die fast vollständig in der Hand von Regierungsgegnern ist. Das vom syrischen Al-Kaida-Ableger kontrollierte Bündnis Tahrir al-Scham ist dort die dominierende Kraft. Russland und der Iran als Verbündete der Regierung sowie die Türkei als Unterstützer der Opposition hatten im September eine so genannte Deeskalationszone in Idlib errichtet.

Im syrischen Bürgerkrieg haben im abgelaufenen Jahr 39.000 Menschen ihr Leben gelassen. Damit sank die Zahl der jährlich Getöteten zwar erneut, wann sich die Menschen im gesamten Land auf Frieden einstellen können, bleibt indes ungewiss.

dpa/tz/mm

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