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Der Protest gegen das Assad-Regime in Syrien nimmt zu.

Syrien: Demonstrationen im ganzen Land

Beirut - Trotz massiver Sicherheitsvorkehrungen protestieren in Syrien Zehntausende auf die Straßen gegen das Assad-Regime. Die Sicherheitskräfte sollen das Feuer auf die Demonstranten eröffnet haben.

Zehntausende haben trotz massivem Sicherheitsaufgebots am Freitag in mehreren syrischen Städten demonstriert. Berichten zufolge eröffneten syrische Sicherheitskräfte dabei das Feuer, zunächst war jedoch unklar, ob dabei Menschen verletzt oder getötet wurden.

Der Widerstand gegen das Regime von Baschar Assad ist in den letzten vier Monaten stetig gewachsen. Am letzten Freitag kam es zu den bislang größten Protesten, als Hunderttausende im ganzen Land auf die Straßen gingen. Sicherheitskräfte töteten dabei 32 Menschen.

In einem offensichtlichen Versuch, die Proteste in dieser Woche kleiner zu halten, wurden Sicherheitskräfte seit Sonnenaufgang überall in der Hauptstadt Damaskus und in anderen Städten positioniert. Sie patrouillierten durch die Straßen, errichteten Kontrollstellen und führten Razzien in Wohnungen durch. Dennoch protestierten nach Angaben von Aktivisten Tausende in Damaskus, in der nördlichen Provinz Idlib, der östlichen Provinz Deir el Sur und im Süden des Landes.

Vier Menschen getötet?

In der zentralgelegenen Stadt Homs, dem Epizentrum der Proteste, hatte die Regierung in der vergangenen Woche gewaltsam Demonstrationen unterdrückt. Dennoch gingen am Freitag in Homs wieder Tausende auf die Straße, nach Angaben eines Zeugen jedoch weniger als am letzten Freitag.

Bei den Auseinandersetzungen in Homs sollen religiöse Ansichten eine Rolle gespielt haben. Im ganzen Land gab es deshalb bei den Protesten Bekenntnisse zur Einheit der Bewegung. Das örtliche Koordinationskomitee, das die Proteste mitorganisiert und dokumentiert, teilte mit, dass am Donnerstagabend vier Menschen getötet worden seien. Ein anderer Aktivist bestätigte die Angaben, sprach jedoch von drei Toten, einer davon soll ein Jugendlicher gewesen sein.

Seit Beginn der Proteste Mitte März wurden laut Menschenrechtlern bereits mehr als 1.600 Menschen getötet. Die syrische Regierung bestreitet diese Angaben und macht bewaffnete Banden und religiöse Extremisten für die Unruhen verantwortlich. Die Angaben über Opferzahlen und den Hergang aller Ereignisse konnten nicht immer von unabhängiger Seite bestätigt werden, da Syrien die Arbeit der Medien eingeschränkt und die meisten ausländischen Journalisten ausgewiesen hat.

dapd

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