"Entschiedenes Handeln" gefordert

Syrien: Islamische Staaten distanzieren sich

Damaskus - Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) hat wegen des Chemiewaffeneinsatzes nahe Damaskus ein "entschiedenes Handeln" gegen die syrische Regierung gefordert.

Das Generalsekretariat der Organisation, in der 57 muslimische Staaten zusammengeschlossen sind, machte am Mittwoch in einer Stellungnahme die syrische Regierung "rechtlich und moralisch" für "dieses abscheuliche Verbrechen" verantwortlich. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Die OIC rief den UN-Sicherheitsrat auf, "ihre Verpflichtung zur Wahrung der internationalen Sicherheit und Stabilität nachzukommen und eine vereinte Haltung zu diesem monströsen Verbrechen und den Verantwortlichen zu fassen". Der Angriff sei ein "bewusster Verstoß gegen internationale Normen und Gesetze", der "entschiedenes Handeln" erfordere. Der amtierende OIC-Generalsekretär Ekmeleddin Ihsanoglu betonte zugleich, er bleibe überzeugt von der Notwendigkeit eine friedliche Lösung für den jahrelangen Bürgerkrieg.

Die fünf UN-Vetomächte, die bei Abstimmungen im UN-Sicherheitsrat mit ihrem Nein Beschlüsse verhindern können, berieten am Mittwoch über einen britischen Resolutionsentwurf. Dieser sollte einmilitärisches Eingreifen in Syrien zum Schutz der Zivilisten erlauben. Es wurde aber damit gerechnet, dass Russland dem nicht zustimmen würde. Großbritannien, die Türkei und die USA kündigten bereits an, notfalls auch ohne UN-Mandat in Syrien eingreifen zu wollen.Hintergrund sind Berichte über den Einsatz von Chemiewaffen bei Damaskus, für die der Westen die syrische Regierung verantwortlich macht.

Syrien gehört zu den 57 Mitgliedern der OIC, doch wurde es wegen des gewaltsamen Vorgehens der Regierung gegen die Opposition vor einem Jahr vorläufig suspendiert.

Risiken und Probleme eines Militäreinsatzes in Syrien

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afp

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