Im Dienste der Al-Nusra-Front

Syrien-Kämpfer stellt sich der Polizei: Festnahme

Chemnitz - Ein mutmaßlicher Syrien-Kämpfer hat sich selbst der Polizei gestellt. Der 24-Jährige sitzt jetzt in U-Haft.

Ein in Chemnitz festgenommener Syrien-Kämpfer befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) habe am Donnerstag Haftbefehl gegen den 24-Jährigen erlassen, teilte die Bundesanwaltschaft am Freitag in Karlsruhe mit. Der Syrer soll sich demnach 2014 in seiner Heimat der Al-Kaida-nahen Miliz Fatah-al-Scham-Front angeschlossen haben, die damals noch Al-Nusra-Front hieß. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, an mehreren Kampfeinsätzen gegen Regierungstruppen und der nicht näher beschriebenen Entführung von Journalisten beteiligt gewesen zu sein. Der Mann hatte sich selbst der Polizei gestellt und war laut Bundesanwaltschaft am Mittwoch festgenommen worden.

Einen Zusammenhang zu früheren Anti-Terror-Einsätzen in Chemnitz gibt es laut Bundesanwaltschaft nicht. Am Montag wurden dort mehrere Wohnungen durchsucht. Der Verdacht gegen ein mutmaßliches IS-Mitglied, im Besitz von Sprengstoff zu sein, bestätigte sich aber nicht. Im Oktober war der Terrorverdächtige Dschaber al-Bakr nach einem missglückten Zugriffsversuch von Chemnitz nach Leipzig geflohen. Nach der Festnahme dort erhängte er sich in seiner Zelle.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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