Zerstörter Kindergarten: Hier fielen in den vergangenen drei Jahren immer wieder Bomben. Foto: Mohammed Badra
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Zerstörter Kindergarten: Hier fielen in den vergangenen drei Jahren immer wieder Bomben. Foto: Mohammed Badra
Die Waffen ruhen - aber hier östlich von Damaskus gibt es ohnehin kaum noch etwas zu zerstören. Foto: Mohammed Badra
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Die Waffen ruhen - aber hier östlich von Damaskus gibt es ohnehin kaum noch etwas zu zerstören. Foto: Mohammed Badra
Relikt aus Friedenszeiten: An der Mauer steht noch ein Hinweis auf frische Backwaren, dahinter nichts als Zerstörung. Foto: Mohammed Badra
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Relikt aus Friedenszeiten: An der Mauer steht noch ein Hinweis auf frische Backwaren, dahinter nichts als Zerstörung. Foto: Mohammed Badra
Ein Müllsammler sucht nach Kupfer und anderem Metall, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Foto: Mohammed Badra
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Ein Müllsammler sucht nach Kupfer und anderem Metall, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Foto: Mohammed Badra
In Zentralsyrien gehört die von Regimegegnern gehaltene Region östlich der Haupstadt zu den umkämpftesten Gebieten. Foto: Mohammed Badra
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In Zentralsyrien gehört die von Regimegegnern gehaltene Region östlich der Haupstadt zu den umkämpftesten Gebieten. Foto: Mohammed Badra

Syrien ist der weltweit gefährlichste Ort für Kinder

Kinder sind in Syrien nirgends sicher, stellt Unicef fest. Und: In den Nachbarländern kann man mit einem Bruchteil des Geldes, das in Deutschland für Flüchtlinge benötigt wird, viel mehr erreichen. Allerdings dauert es oft lange, bis die versprochene Hilfe eintrifft.

Berlin (dpa) - Der Syrien-Krieg bringt derzeit so viel Leid über die Menschen wie kein anderer Konflikt. Zu diesem Ergebnis kommt das UN-Kinderhilfswerk (Unicef) in einer aktuellen Bestandsaufnahme zum fünften Jahrestag des Beginns des Aufstandes.

Trotz der jüngst erreichten, brüchigen Waffenruhe sei Syrien derzeit der "gefährlichste Ort für Kinder auf der Welt", sagte die Unicef-Nothilfekoordinatorin Geneviève Boutin nach einem Gespräch mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller in Berlin.

Der CSU-Politiker warnte mit Blick auf den Andrang der Flüchtlinge in Europa: "Es werden Millionen herkommen, wenn wir nicht bereit sind, mehr zu tun vor Ort." Die Versorgung und Integration der Neuankömmlinge werde hierzulande mindestens 25 Milliarden Euro pro Jahr kosten. Mit einem Bruchteil dieses Geldes könne man in den Herkunftsländern und in Nachbarländern, die Flüchtlinge aufgenommen haben, ungleich mehr erreichen. Müller rief die EU-Staaten auf, sich stärker zu engagieren. Wer keine Flüchtlinge aufnehmen wolle, solle wenigstens in einen Wiederaufbaufonds für Krisenregionen einzahlen.

Boutin sagte, von der einen Milliarde Euro, die Unicef 2016 für die Versorgung und Schulbildung von Kindern in Syrien und den Nachbarländern benötige, hätten Geber bis jetzt erst sechs Prozent bereitgestellt. Sie würdigte Deutschland als einen der wichtigsten Geberstaaten.

Der Aufstand in Syrien hatte im März 2011 mit friedlichen Demonstrationen gegen Menschenrechtsverletzungen begonnen. Das Regime von Präsident Baschar al-Assad reagierte damals mit militärischer Gewalt, so dass der Konflikt binnen weniger Monate in einen Krieg ausartete, an dem heute auch Terrorgruppen, die USA und Russland beteiligt sind.

Unicef stellt seit einiger Zeit eine verstärkte Rekrutierung von minderjährigen Kämpfern in Syrien fest. Kinder und Jugendliche würden von Terroristen, Rebellen, regierungstreuen Milizen und auch von kurdischen Verbänden in den Krieg geschickt, erklärte Boutin. Sie sagte: "Wie oft haben wir in den vergangenen Jahren gesagt, dass es für die Menschen in Syrien nicht mehr schlimmer kommen kann" - die Realität habe dann aber immer gezeigt, dass diese Einschätzung falsch gewesen sei.

Unicef-Spendenaufruf für Syrien

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