Syrische Opposition kündigt Offensive an

Damaskus - In Syrien eskaliert wieder einmal die Gewalt. Die Freie Syrische Armee kündigte nun eine Offensive an - und verlegte das Kommando ins Konfliktgebiet.

Heftige Kämpfe an der Flüchtlingsroute: In Syrien haben Regierungstruppen in der Nähe eines belebten Grenzübergangs nach Jordanien Rebellen unter Beschuss genommen. Aktivisten meldeten am Samstag heftige Kämpfe in der Gegend um den Grenzort Nasib, an dem die Autobahn von Damaskus zur jordanischen Hauptstadt Amman vorbeiführt. Außerhalb Syriens halten sich derzeit rund 257 000 Flüchtlinge auf, viele von ihnen in Jordanien.

Die Freie Syrische Armee kündigte unterdessen eine „Offensive“ an. In einer Video-Botschaft im Internet sagte der Rebellenkommandeur Riad al-Asaad, dass die Militärführung der oppositionellen Kämpfer inzwischen vom türkischen Grenzgebiet nach Syrien hinein verlegt wurde. Das diene der Vorbereitung eines Sturms auf Damaskus.

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Regierungstruppen nahmen die Rebellen weiter unter Beschuss. Luftangriffe wurden aus Aleppo und Damaskus gemeldet, weitere Kämpfe an der Grenze zu Syrien. Mindestens 35 Menschen seien landesweit ums Leben gekommen - zehn Zivilisten, 16 Regimesoldaten und neun Rebellen, sagten Aktivisten. Meldungen aus Syrien sind wegen der Medienblockade der Regierung von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.

Das bislang von dem Regime von Baschar al-Assad zumindest teilweise geduldete oppositionelle Nationale Koordinationskomitee für Demokratischen Wandel sagte nach der Verhaftung von drei ihrer Mitglieder eine für Sonntag in Damaskus geplante Konferenz „zur Rettung Syriens“ ab.

Der Irak hat unterdessen arabischen Medien zufolge einem Flugzeug aus Nordkorea die Nutzung seines Luftraums verweigert. Die Behörden hätten den Verdacht, dass in der Maschine Waffen nach Syrien transportiert werden sollten, hieß es. Die irakische Regierung hatte sich zuvor gegen Vorwürfe aus den USA verwahrt, dem Iran Waffenlieferungen nach Syrien zu gestatten.

dpa

Rubriklistenbild: © AP

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