+
Damaskus in Schutt und Asche: Jetzt drohen die Rebellen, der syrischen Hauptstadt das Wasser abzudrehen. Foto: Youssef Badawi/Archiv

Syrische Rebellen wollen Damaskus das Trinkwasser abdrehen

Damaskus (dpa) - Syrische Rebellen haben Damaskus im Kampf um die von Regierungstruppen belagerte Stadt Sabadani ein Ultimatum gestellt. Wenn die dortige Offensive der Armee und der mit ihr verbündeten Hisbollah-Miliz nicht beendet werde, dann werde die Wasserversorgung der Hauptstadt gekappt.

Die Drohung stammt von einer Gruppe namens "Schura-Rat vom Barada-Tal". Die Oppositionskämpfer kontrollieren in der Region nordwestlich von Damaskus die Quelle Ain al-Fidschah, aus der derzeit rund 80 Prozent des Trinkwassers der Metropole stammt.

Im vergangenen November hatten sie bereits für vier Tage die Wasserversorgung der Hauptstadt unterbrochen, um die Freilassung von Häftlingen zu erzwingen.

Nach Angaben aus Kreisen, die der Regierung von Präsident Baschar al-Assad nahestehen, haben Rebellen Landminen nahe der Quelle ausgelegt und gedroht, sie im Falle einer Attacke in die Luft zu sprengen. Die Stadt Sabadani liegt an einer strategisch wichtigen Versorgungsroute nahe der libanesischen Grenze. Dort sind laut Aktivisten rund 4000 islamistische Rebellen nach dem Vormarsch von Hisbollah und Armee in massive Bedrängnis geraten.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nordkorea-Treffen in Vancouver ohne China und Russland
Mit Zuckerbrot und Peitsche wollen die USA und ihre Verbündeten im Nordkorea-Konflikt die Kehrtwende schaffen. Oberstes Ziel bleibt die nukleare Abrüstung, heißt es beim …
Nordkorea-Treffen in Vancouver ohne China und Russland
SPD-Chef Schulz kämpft um Ja für Koalitionsverhandlungen
Martin Schulz wirbt in NRW weiter für die Neuauflage der großen Koalition. Allerdings gibt es viele Gegner einer GroKo. Kann die SPD-Spitze die Delegierten vor dem …
SPD-Chef Schulz kämpft um Ja für Koalitionsverhandlungen
Nächster GroKo-Zoff: CSU und SPD streiten um die Zahl von 220.000 Flüchtlingen
Über die im Sondierungspapier genannte Zahl von maximal 220.000 Flüchtlingen ist ein neuer Streit entbrannt. Die SPD-Spitze will diese nicht als feste Grenze verstanden …
Nächster GroKo-Zoff: CSU und SPD streiten um die Zahl von 220.000 Flüchtlingen
Bayern erwägt Amtszeitbegrenzung für Ministerpräsidenten
Ist es ein Wahlkampfmanöver, ein Teil einer Imagekampagne oder ein ernsthaftes Anliegen? Söder will, dass Regierungschefs in Bayern künftig maximal zehn Jahre amtieren. …
Bayern erwägt Amtszeitbegrenzung für Ministerpräsidenten

Kommentare