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Hans-Georg Maaßen kritisiert in einem vierseitigen Brief die Berichterstattung der Tagesschau zu Chemnitz.

Erneute Kritik an der ARD

Chemnitz-Berichte im TV: Maaßen schreibt Beschwerdebrief an Chef der Tagesschau

Hans-Georg Maaßen, der ehemalige Präsident des Verfassungsschutzes, hat in der Debatte um die angeblichen Hetzjagden auf Flüchtlinge in Chemnitz nachgelegt. Er wendet sich in einem Brief an den Chef der Tagesschau.

Berlin - In einem vierseitigen Brief an den Tagesschau-Chefredakteur Kai Gniffke, aus dem Spiegel Online zitiert, kritisiert Maaßen erneut die Berichterstattung der ARD zu den Ereignissen. Darin fordert er einen kritischen Blick auf „die Maßstäbe der medialen Darstellung des Rechtsextremismus“.

Gniffke hatte Maaßen im Rahmen der Diskussion über die Geschehnisse in Chemnitz vorgeworfen, durch falsche Aussagen den Ruf der Tagesschau geschädigt zu haben. Maaßen hatte laut des Tagesschau-Chefs behauptet, die ARD-Nachrichtensendung habe ein Internet-Video ausgestrahlt, ohne es vorher zu prüfen, und in der Berichterstattung die Ereignisse als „Hetzjagd“ bezeichnet. Das weist Gniffke jedoch zurück, wie Spiegel Online berichtet

Brief an Tagesschau-Chef: Maaßen kritisiert erneut die ARD-Berichterstattung

In dem vier Seiten langem Brief, den Maaßen dem Tagesschau-Chef offenbar zukommen ließ, kritisiert er nun erneut die Berichterstattung der Tagesschau. Direkt nach der Ausstrahlung des Videos der Vereinigung „Antifa Zeckenbiss“ sei in dem Beitrag vom 27. August der Regierungssprecher Steffen Seibert mit dem Satz „Solche Zusammenrottungen, Hetzjagden auf Menschen anderen Aussehens, anderer Herkunft oder der Versuch, Hass auf den Straßen zu verbreiten, das nehmen wir nicht hin" zitiert worden.

In dem Beitrag der Tagesschau sei zwar der Begriff „Hetzjagden“ nicht benutzt worden. Durch den Zusammenschnitt des Videos wurde laut Maaßen beim Zuschauer allerdings „der Eindruck einer redaktionellen Bewertung des Geschehens“ erweckt. Eine kritische Kommentierung oder eine Einordnung habe in dem Beitrag gefehlt.

Maaßen: In Tagesschau gezeigtes Video beweise keine Hetzjagden in Chemnitz

Außerdem haben laut des Briefs von Hans-Georg Maaßen in den darauffolgenden Tagen die Moderatoren der Tagesschau und der Tagesthemen das Wort „Hetzjagden“ des Öfteren im Zusammenhang mit den Ereignissen in Chemnitz benutzt. Dabei hätten dem Verfassungsschutz zu diesem Zeitpunkt keinerlei „amtliche Erkenntnisse zu ,Hetzjagden`in Chemnitz“ vorgelegen. Das Video der „Antifa Zeckenbiss“, das sich über Twitter verbreitet hat und auch in der Tagesschau gezeigt wurde, beweise „bei quellenkritischer Betrachtung“ nicht, dass es in Chemnitz Hetzjagden gegeben habe.

Maaßen schreibt in dem Brief, dass es ihm nie um eine Definition des Begriffs gegangen sei, sondern „um die Sorge, dass unklare Informationen in die Berichterstattung deutscher Medien Eingang finden“. Er meint, dass gegen den Rechtsextremismus nur „eine präzise Analyse der Ereignisse“ und „eine sachliche und kritische Deutung insbesondere von Bildern“ helfen könne.

Nach seinen kontroversen Äußerungen zu den Ausschreitungen in Chemnitz wird Hans-Georg Maaßen in Zukunft als Sonderberater im Innenministerium unter Horst Seehofer eingesetzt werden.

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Angela Merkels erste große Bundestagsrede nach dem Verzicht auf den CDU-Vorsitz wurde im Tagesschau-Kommentar sehr wohlwollend aufgenommen.

sch

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