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Schon lange sehen Experten einen direkten Zusammenhang zwischen dem weltweiten Temperaturanstieg und der Zunahme extremer Wettererscheinungen wie Taifun "Haiyan" über den Philippinen (im Bild).

Maßnahmen gegen Erderwärmung

UN-Klimakonferenz im Zeichen von "Haiyan"

Warschau - Die Vereinten Nationen treffen am Montag zur zwölftägigen Klimakonferenz zusammen. Super-Taifun "Haiyan" wirft einen mahnenden Schatten auf das Treffen.

Vertreter von mehr als 190 Staaten sind am Montag in Warschau zur 19. UN-Klimakonferenz zusammengetreten. Bei dem zwölftägigen Treffen will die internationale Gemeinschaft weitere Fragen auf dem Weg zu einem verbindlichen globalen Klimaschutzabkommen klären, das bis Ende 2015 ausgehandelt werden und 2020 in Kraft treten soll.

Die Konferenz steht unter dem Eindruck des verheerenden Rekordsturms "Haiyan", der am Wochenende auf den Philippinen nach vorläufigen Behördenschätzungen mehr als 10.000 Menschen in den Tod gerissen hatte. UN-Klimasekretärin Christiana Figueres sagte zum Konferenzauftakt in Warschau, die Ausmaße des Taifuns "geben zu denken". Bei der Klimaschutzpolitik gehe es um die Zukunft der Menschheit: "Wir werden alle gewinnen oder alle verlieren", warnte Figueres. Klimaforscher sehen einen Zusammenhang zwischen der Erderwärmung und der Zunahme extremer Wetterphänomene.

Die von dem zerstörerischen Taifun "Haiyan" getroffenen Philippinen haben die internationale Gemeinschaft zum Kampf gegen den Klimawandel aufgerufen. "Ich verlange von den Verantwortlichen der ganzen Welt, in Warschau zu handeln", sagte die philippinische Delegationsleiterin Alicia Ilaga zum Auftakt des Weltklimagipfels in der polnischen Hauptstadt. "Was können wir mehr erwarten, als dass Verhandlungen und Verpflichtungen auf dieser Konferenz zu Taten werden?", fragte sie. Ilagas Delegationskollege Naderev Sano sagte mit tränenerstickter Stimme, aus Solidarität mit seinen Landsleuten werde er die gesamte zwölftägige Konferenz über fasten. "Haiyan" hatte am Wochenende nach vorläufigen Behördenschätzungen mehr als 10.000 Menschen in den Tod gerissen.

Ziel der Klimapolitik: Erderwärmung aufhalten

Die Weltgemeinschaft hat es sich zum Ziel gesetzt, die Erderwärmung auf ein beherrschbares Maß von zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Die bisherigen konkreten Zusagen und Maßnahmen zur Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes reichen dazu aber nicht aus. Der Weltklimarat IPCC warnte daher jüngst, im schlimmsten Fall könne die Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 um knapp fünf Grad steigen.

Zum Abschluss der Konferenz reisen die Fachminister an, auch Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat sein Kommen zugesagt. Außer um den weiteren Zeitplan für die Klimaverhandlungen geht es insbesondere um Finanzhilfen der Industrieländer für den Klimaschutz in ärmeren Ländern sowie für die Bewältigung von Schäden in Folge der Erderwärmung. Mit einem Durchbruch in wesentlichen Fragen wird nicht gerechnet.

afp

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