Landesinnenminister: Terrorverdächtiger in der Uckermark gefasst

Landesinnenminister: Terrorverdächtiger in der Uckermark gefasst
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Bombenterror am Flughafen von Kabul: Erneut erschüttert ein Anschlag die afghanische Hauptstadt. Foto: Hedayatullah Amid

Tödlicher Bombenanschlag der Taliban am Flughafen von Kabul

Afghanistan kommt nicht zur Ruhe. Erneut erschüttert ein Anschlag die Hauptstadt Kabul. Für Präsident Ghani stehen die Helfershelfer fest.

Kabul (dpa) - Die Welle der Gewalt in Afghanistan reißt nicht ab: Nach den blutigen Anschlägen vom Wochenende hat ein Selbstmordattentäter am Flughafen der Hauptstadt Kabul mindestens fünf Menschen mit in den Tod gerissen.

21 weitere seien verletzt worden, teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Demnach zündete der Angreifer am Eingangstor des Flughafengeländes eine Autobombe. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Anschlagserie der vergangenen Tage mit insgesamt rund 80 Toten.

Zu dem jüngsten Attentat am Hauptstadtflughafen bekannten sich die radikalislamischen Taliban. Ziel sei ein ausländischer Truppenkonvoi gewesen.

Afghanistans Präsident Aschraf Ghani machte erstmals direkt das Nachbarland Pakistan für die Anschlagserie mitverantwortlich. "Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass die Trainingslager für Selbstmordattentäter sowie die Bombenfabriken, die zum Tod unserer Menschen führen, in Pakistan so aktiv wie früher sind", sagte Ghani in einer Fernsehansprache. Er forderte die pakistanischen Behörden auf, die Hintermänner der Anschläge zur Rechenschaft zu ziehen.

Auf Fernsehbildern war eine dunkle Rauchwolke über dem Ort der Explosion zu sehen. Auch Häuser, Läden und Autos seien beschädigt worden, hieß es. Ein Nato-Sprecher sagte, es gebe keine Informationen über einen Konvoi in der Gegend. Ausländische Truppen seien nicht zu Schaden gekommen.

Erst am Wochenende hatten die Taliban Afghanistan mit einer Welle der Gewalt überzogen. Zunächst waren am Freitag bei der schwersten Anschlagserie seit Jahren in Kabul mindestens 53 Menschen getötet und Hunderte verletzt worden. In der Nacht zum Sonntag riss ein Selbstmordattentäter dann in der nordafghanischen Provinz Kundus mindestens 25 Menschen mit in den Tod.

Der UN-Sicherheitsrat sprach den Angehörigen der Opfer in einer in der Nacht zum Montag veröffentlichten Mitteilung sein Beileid aus. Die Ratsmitglieder betonten, dass Terrorismus in allen Ausprägungen bekämpft werden müsse. Keine gewaltvollen oder terroristischen Akte könnten den Weg Afghanistans zu Frieden, Demokratie und Stabilität untergraben.

Der Nato-Kampfeinsatz in dem Land war Ende vergangenen Jahres offiziell ausgelaufen, die afghanischen Sicherheitskräfte sind seither weitgehend auf sich alleine gestellt. Die verbliebenen ausländischen Truppen konzentrieren sich seitdem auf die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte. Die USA gehen aber weiterhin mit Spezialkräften und Luftangriffen gegen Extremisten vor.

Nach Angaben der Mission der Vereinten Nationen in Afghanistan (Unama) sind in den ersten sechs Monaten nach dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes fast 5000 Zivilisten getötet oder verletzt worden. Die Taliban hatten im April eine Frühjahrsoffensive begonnen, die sich gegen die Truppen der vom Westen unterstützten Zentralregierung in Kabul richtet.

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