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Eine menschenleere Straße in der Provinz Helmand. Die Region ist zwischen Regierungstruppen und den islamistischen Taliban umkämpft. Foto: Watan Yar

Mehr Soldaten und Luftangriffe sollen Taliban-Offensive stoppen

Frische Truppen, ausländische Spezialkräfte und US-Luftschläge: Mit aller Macht soll der Vormarsch der Taliban in Südafghanistan gestoppt werden. Die aber lassen sich nicht so leicht zurückdrängen.

Kabul (dpa) - Afghanische Regierungseinheiten sind am Donnerstag mit frischen Truppen in den erbitterten Kampf mit den Taliban um den südafghanischen Bezirk Sangin gezogen. Zwei weitere Bataillone der Armee seien in Sangin angekommen, sagte der Sprecher der Polizei in Helmand, Mahmud Aschna.

Sie griffen am 24. Dezember nun am fünften Tag der Kämpfe um den Bezirk in der afghanischen Provinz Helmand ein. Außerdem hätten die US-Luftwaffe und afghanische Maschinen in der Nacht wieder Luftangriffe auf Talibanstellungen geflogen. Über entscheidende Erfolge gegen die Aufständischen wurde zunächst nichts bekannt. Unabhängige Berichte aus der Kampfregion gab es nicht.

Das Zentrum des Bezirks war am Sonntag in die Hände der Taliban gefallen. Nach offiziellen Angaben sind nun mindestens 18 000 Mann der afghanischen Streitkräfte in Helmand stationiert. Auch amerikanische und britische Spezialkräfte sind im Einsatz.

Zurzeit sind fünf von 14 Bezirken der Region in der Hand der Aufständischen. Experten warnen, dass sie sich eine zusammenhängende Fläche erkämpfen könnten. Helmand gilt als Hochburg der Taliban. Dort liegt das Herz des milliardenschweren afghanischen Mohnanbaus und Drogenhandels. Amerikaner und Briten hatten die Provinz jahrelang gegen die Taliban verteidigt.

Auch in anderen Provinzen des Landes wurde weiter gekämpft. Die Taliban sind nach dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes wieder erstarkt und bringen die Regierung von Präsident Aschraf Ghani zunehmend in Bedrängnis.

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