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Die 16-jährige Kinderrechtsaktivistin Malala wird mit dem Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit ausgezeichnet.

Anwärterin für den Friedensnobelpreis

Taliban wollen Malala (16) immer noch töten

Straßburg - Auch nach einer wichtigen Auszeichnung muss die 16-jährige Kinderrechtsaktivistin und Anwärterin für den Friedensnobelpreis Malala Yousafzai um ihr Leben fürchten.

Die pakistanischen Taliban haben mit Häme auf die Verleihung des diesjährigen Sacharow-Preises für Meinungsfreiheit durch das Europaparlament an die 16-jährige Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai reagiert. "Sie hat nichts getan. Die Feinde des Islams haben sie ausgezeichnet, weil sie den Islam verlassen hat und säkular geworden ist", sagte ein Sprecher von Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in einem Telefonat von einem unbekannten Ort.

Malalas "Kampf gegen den Islam" sei der Hauptgrund für die Auszeichnung, fügte der Sprecher Shahidullah Shahid hinzu. Er bekräftigte, dass die Taliban erneut versuchen würden, Malala zu töten, "selbst in den USA oder in Großbritannien".

Malala hatte in einem Blog für den britischen Rundfunksender BBC über ihr Leben im pakistanischen Swat-Tal berichtet, das zeitweise von den Taliban kontrolliert wurde. Sie schilderte die Unterdrückung der Bevölkerung, vor allem der Frauen und Mädchen, durch die islamistischen Fundamentalisten. Vor einem Jahr, am 9. Oktober 2012, griffen Taliban ihren Schulbus an und schossen der Jugendlichen in den Kopf. Malala wurde gerettet und lebt heute mit ihren Eltern und Brüdern in Großbritannien.

Der mit 50.000 Euro dotierte Sacharow-Preis wurde ihr am Donnerstag vom EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz (SPD) und den sieben Fraktionschefs in Anerkennung ihres Einsatzes für Kinder und Jugendliche und deren Recht auf Bildung zuerkannt. Die Auszeichnung soll Malala am 20. November in Straßburg überreicht werden. Die Jugendliche gilt auch als aussichtsreiche Kandidatin für den Friedensnobelpreis, der am Freitag verliehen wird.

AFP/dpa

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