+
Afghanische Soldaten nach einem Anschlag in Kabul in der vergangenen Woche.

Stadt im Dunkeln

Taliban unterbrechen Stromversorgung von Kabul

Kabul - Nach einem Angriff der Taliban auf einen Knotenpunkt im Stromnetz Afghanistans liegen weite Teile der Hauptstadt Kabul im Dunkeln.

Die Aufständischen hatten am Dienstagabend bei Dand-e Schahabuddin in der Provinz Bachlan einen wichtigen Strommast zerstört.

"Diese Leitung bringt Strom aus Usbekistan in die Provinzen Kabul und Parwan", sagte der Leiter der Elektrizitätsbehörde Breschna Scherkat, Mirwais Alimi, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Man habe durch eine kurzfristige Vereinbarung mit Tadschikistan weiteren Strom ankaufen können. Trotzdem blieben "40 bis 50 Prozent der Hauptstadt" ohne Strom, bis der Mast repariert werden könne. Es sei nicht vorherzusehen, wann das möglich sei. Die betreffende Gegend sei unter der Kontrolle der Taliban.

Die Sicherheitskräfte hatten Alimi zufolge versprochen, die Taliban schnell zu vertreiben. Nach einem Bericht des Senders Tolo News unter Berufung auf örtliche Beamte hatten Armee und Polizei schon am Dienstagmorgen eine Offensive gegen die Aufständischen in Bachlan begonnen. Die Kämpfe finden nur wenige Kilometer von dem zerstörten Stromknotenpunkt statt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

US-Gesandter: Russland für "heißen Krieg" in der Ukraine verantwortlich
Seit Mittwoch wurden bei den Kämpfen zwischen pro-russischen Separatisten und Regierungstruppen in der Ostukraine elf ukrainische Soldaten getötet. Der neue …
US-Gesandter: Russland für "heißen Krieg" in der Ukraine verantwortlich
Steinmeier für "deutliche Haltsignale" gegenüber der Türkei
Zwischen Deutschland und der Türkei wird das Klima immer frostiger. Die Bundesregierung verschärft ihren Kurs. Vom Bundespräsidenten kommen ungewohnt kritische Töne. Die …
Steinmeier für "deutliche Haltsignale" gegenüber der Türkei
Trumps neuer Kommunikationschef löscht kritische alte Tweets
Donald Trump hat einen neuen Kommunikationschef. Aber der lag früher längst nicht immer auf der Linie, die sein neuer Boss vertritt. Im Gegenteil.
Trumps neuer Kommunikationschef löscht kritische alte Tweets
Im Irak festgenommene 16-Jährige bereut Anschluss an IS
"Ich will nur noch weg", sagt das vermisste Mädchen aus Sachsen in irakischer Haft. Sie wolle kooperieren. Einem Reporter des Recherchenetzwerks aus "SZ", NDR und WDR …
Im Irak festgenommene 16-Jährige bereut Anschluss an IS

Kommentare