1. Startseite
  2. Politik

Höhere Spritpreise wegen Lindners Tank-Entlastung? Habeck schließt Benzin-Paradox nicht aus

Erstellt:

Von: Yasina Hipp

Kommentare

In wenigen Tagen ist es so weit: Der Tankrabatt der Bundesregierung greift ab dem 1. Juni. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck warnt diesbezüglich zunächst vor einem Preisanstieg.

Berlin - Der Halt an der Tankstelle ist derzeit äußerst schmerzhaft für den Geldbeutel. Benzin und Diesel sind aufgrund des Ukraine-Kriegs und der damit verbundenen Sanktionen und Energie-Engpässe sehr teuer geworden. Laut der aktuellen ADAC-Auswertung der Kraftstoffpreise (Stand: 27. Mai) kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 2,090 Euro, ein Liter Diesel kostet derzeit 1,994 Euro. Mit dem Tankrabatt soll der Literpreis für Diesel um 17 Cent und für Benzin um 36 Cent sinken. Zum Stichtag am 1. Juni hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck aber eine Befürchtung.

Tankrabatt führt voraussichtlich zu Ansturm auf Tankstellen

Der Countdown zum Tankrabatt läuft nun also. Robert Habeck meint mit Blick auf den kommenden Mittwoch, dass es auch durchaus zu höheren Spritpreisen kommen könnte, „wenn alle am 1. Juni zur Tankstelle fahren“. Durch diesen Ansturm auf die Zapfsäulen wäre die Nachfrage dann noch viel größer „und das Benzin wird auf einmal ein noch kostbareres Gut und dann haben wir den Preis gesenkt, aber in Wahrheit geht er nach oben“, so Habeck gegenüber RTL/ntv. Ähnliche Befürchtungen äußerte auch schon Duraid El Obeid, Vorsitzender des Bundesverbands Freier Tankstellen. Er meint: „Die Leute werden Ende Mai darauf verzichten, ihre Autos vollzutanken, sie kommen dann am 1. Juni. In dieser Zeit brauchen alle Tankstellen noch mehr Kraftstoff. Der Run auf die Tankstellen wird historisch.“

Habeck setzt auf das Marktgeschehen und eine spätere Beruhigung

Im Laufe der Zeit werde sich die Situation dann auch wieder beruhigen, wenn der erste Ansturm vorbei sei. Die Preise am Markt würden sich, Habeck zufolge, durch Spekulationen bilden – gerade vor allem ausgelöst durch „Putins Krieg“. An die Verbraucher und Verbraucherinnen gerichtet sagt der Bundeswirtschaftsminister: „Wer sauer wegen der hohen Preise an den Tankstellen ist, der sollte zurecht sauer auf Putin sein, da kommt das alles her.“

Auch interessant

Kommentare