Söder zweifelt an Länder-Tarifgemeinschaft

München - Für Bayerns Finanzminister Markus Söder steht der Sinn der Länder-Tarifgemeinschaft in Frage: Er hält es für falsch, dass die anderen Länder noch kein Angebot gemacht hätten.

Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) hat die Tarifgemeinschaft der Länder für die Landesbediensteten infrage gestellt. „Wir erhoffen uns jetzt die Woche eine saubere Lösung. Ansonsten würden auch wir uns mal die Frage stellen, ob diese Tarifgemeinschaft ihre eigenen Zwecke noch erreicht“, sagte Söder am Montag in München. Er halte es für falsch, dass die Länder unter Verhandlungsführer Jens Bullerjahn (SPD), dem Finanzminister von Sachsen-Anhalt, noch kein Angebot vorgelegt hätten. Der Freistaat selbst sei für seine 100 000 Angestellten und 200 000 Beamten verhandlungsbereit und wolle zu einem „fairen und angemessenen Abschluss kommen“. Die Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent mehr Gehalt. In Nürnberg demonstrierten am Montag mehr als 1000 Beschäftigte für mehr Geld.

Rubriklistenbild: © dpa Bildfunk

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