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Tarifverhandlungen: Auch die Mitarbeiter von Frauenhäusern pochen auf mehr Geld.

Beamtenbund fährt Offensive

Öffentlicher Dienst "unterbesetzt, überaltert und schlecht bezahlt"?

Fahren die kommunalen Arbeitgeber den öffentlichen Dienst gegen die Wand? Diese Meinung vertritt der deutsche Beamtenbund. Der Grund: die zweite Runde der Tarifverhandlungen steht an.

Vor der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen hat der Deutsche Beamtenbund (DBB) von den Arbeitgebern Bewegung gefordert. "Wenn die kommunalen Arbeitgeber ihre Augen vor der eigentlichen Herausforderung dieser Einkommensrunde verschließen, fahren sie den öffentlichen Dienst vor die Wand", erklärte DBB-Chef Ulrich Silberbach am Montag in Berlin. Der öffentliche Dienst sei "unterbesetzt, überaltert und schlecht bezahlt".

Müllabfuhr, Straßenreinigung, Bundespolizei und Krankenhäuser: Darum geht es

Bei den Tarifverhandlungen geht es um etwa sechs Milliarden Euro

Die Tarifverhandlungen sollen am Nachmittag fortgesetzt werden. Bis Dienstag wollen Arbeitgeber und Gewerkschaften in Potsdam über eine Annäherung im Tarifkonflikt für die 2,1 Millionen Angestellten der Kommunen und 150.000 Beschäftigten des Bundes beraten. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent höhere Löhne.

Neue Tarifverhandlungen: Laut DBB-Chef Ulrich Silberbach (l.) ist der öffentliche Dienst in einem schlechten Zustand.

Das entspricht mit Nebenforderungen nach Verdi-Angaben sieben Prozent oder sechs Milliarden Euro. Der Verhandlungsführer des Bundes stellte bereits zum Auftakt klar, es werde zunächst kein Arbeitgeberangebot geben. In der vergangenen Woche riefen Verdi und der Beamtenbund Beschäftigte bereits zu Protesten auf.

AFP

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