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Peter Tauber sorgte mit seiner Aussage für Empörung. 

Breitseite des CDU-Generalsekretärs

Tauber vergleicht FDP-Chef Lindner mit AfD-Vize Gauland

Berlin - Eigentlich gilt die FDP als Wunschpartner der CDU. Umso mehr überrascht zum Auftakt des Wahljahres eine Breitseite des CDU-Generals gegen FDP-Chef Lindner. Aber auch in der eigenen Partei sorgt Tauber für Kopfschütteln.

Update vom 24. Februar 2017: Bei der Bundestagswahl im September möchte die FDP in den Reichstag zurückkehren. Wir haben bereits alle Informationen zur FDP bei der Bundestagswahl 2017 zusammengefasst.

Update vom 18. Januar 2017: 2017 steht in Deutschland eine Bundestagswahl an. Seit heute steht das Datum fest, an wann die deutschen Bürger den neuen Bundestag wählen.

CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat FDP-Chef Christian Lindner mit AfD-Vize Alexander Gauland verglichen - und damit Empörung beim potenziellen Koalitionspartner ausgelöst. Lindners Auftreten erinnere ihn an den stellvertretenden AfD-Parteichef, sagte Tauber zum Auftakt des Wahljahres der „Bild am Sonntag“. „Er redet teilweise wie Herr Gauland von der AfD. Der einzige Unterschied besteht darin, dass er statt eines abgewetzten Tweed-Sakkos einen überteuerten Maßanzug trägt.“ Die FDP reagierte empört. Auch in der eigenen Partei erntete Tauber Widerspruch.

Der CDU-Generalsekretär warf Lindner nach dessen Auftritt beim Dreikönigstreffen der FDP ein überhebliches Verhalten vor, das ein erneutes Scheitern der Liberalen wie bei der Wahl 2013 provoziere. „Der Grund, warum die FDP damals aus dem Bundestag geflogen ist, war nicht die CDU, sondern sie selbst“, sagte Tauber. „Und mit seinem selbstherrlichen Auftreten tut Herr Lindner gerade alles dafür, dass sie es wieder nicht schafft. Dann wäre die FDP erledigt.“

Tauber: „Die FDP ist immer ein Partner für die Union“

Bei aller Kritik an Lindner betonte Tauber, dass er ein Scheitern der FDP bei der Bundestagswahl bedauern würde. Neben SPD und Grünen kämen auch die Liberalen als Koalitionspartner in Frage. „Die FDP ist immer ein Partner für die Union“, so Tauber.

Lindner hatte beim FDP-Treffen in Stuttgart Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) vorgehalten, mit dessen Vorschlägen nach dem Terroranschlag in Berlin von eklatantem Behördenversagen ablenken zu wollen. Er glaube nicht, dass de Maizière und NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) „ihr eigenes Versagen klar und transparent aufklären wollen“. Zudem kritisierte Lindner Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Politik offener Grenzen in der Flüchtlingskrise.

FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki verspottete den CDU-Generalsekretär postwendend als „Taubernuss“. „Mit seinen unverschämten Äußerungen hat sich Herr Tauber als ernstzunehmender Gesprächspartner endgültig disqualifiziert“, sagte Kubicki am Sonntag. „Der CDU-Generalsekretär ist und bleibt eine Taubernuss.“

Tauber versuchte, die Wogen zu glätten

Der frühere FDP-Bundesvorsitzende Klaus Kinkel wertete die Äußerungen als „unsachlich, falsch, sogar fast beleidigend“. „Und es ist darüber hinaus unklug gerade in einem Wahljahr“, sagte der frühere Außenminister der „Welt“. Der FDP-Politiker Otto Fricke bezeichnete die Äußerungen im „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montag) als „unnötig, schade und stillos“.

Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet distanzierte sich von Taubers Kritik am FDP-Chef. „Christian Lindner redet rhetorisch stark, zuspitzend und zuweilen kritisch, aber gerade eben nicht wie Gauland“, sagte Laschet der „Bild“-Zeitung (Montag). Die FDP bleibe der Wunschpartner.

Tauber versuchte am Sonntag, die Wogen etwas zu glätten. Lindner sei für seine Äußerungen selbst verantwortlich, schrieb er auf Twitter. „Und das klingt eben manchmal nicht sonderlich liberal, sondern als ob es aus einer anderen Ecke kommt“.

dpa

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