Teilnehmer des Hamburger Ostermarsches ziehen mit Fahnen und Transparenten durch die Innenstadt. Foto: Markus Scholz
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Teilnehmer des Hamburger Ostermarsches ziehen mit Fahnen und Transparenten durch die Innenstadt. Foto: Markus Scholz
Ein als Tod verkleideter Demonstrant steht auf dem Frankfurter Römerberg auf einem Leopard-Panzer aus Pappe neben einem Bildnis des türkischen Präsidenten Erdogan. Foto: Frank Rumpenhorst
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Ein als Tod verkleideter Demonstrant steht auf dem Frankfurter Römerberg auf einem Leopard-Panzer aus Pappe neben einem Bildnis des türkischen Präsidenten Erdogan. Foto: Frank Rumpenhorst
Zusammen mit ihrem Hund nimmt eine Frau an der Abschlusskundgebung auf dem Frankfurter Römerberg teil. Foto: Frank Rumpenhorst
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Zusammen mit ihrem Hund nimmt eine Frau an der Abschlusskundgebung auf dem Frankfurter Römerberg teil. Foto: Frank Rumpenhorst
"Panzer pflegen keine Menschen": Ostermarsch in Hamburg. Foto: Markus Scholz
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"Panzer pflegen keine Menschen": Ostermarsch in Hamburg. Foto: Markus Scholz
Ein Ostermarsch-Veteran trägt einen Button von einer Veranstaltung im Jahr 1982. Die ersten Ostermärsche fanden in Deutschland im Jahr 1960 statt. Foto: Frank Rumpenhorst
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Ein Ostermarsch-Veteran trägt einen Button von einer Veranstaltung im Jahr 1982. Die ersten Ostermärsche fanden in Deutschland im Jahr 1960 statt. Foto: Frank Rumpenhorst
Ostermarsch in Frankfurt am Main. Foto: Frank Rumpenhorst
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Ostermarsch in Frankfurt am Main. Foto: Frank Rumpenhorst

Wachsendes Interesse

Tausende fordern bei Ostermärschen Frieden und Abrüstung

Seit fast 60 Jahren gibt es in Deutschland Ostermärsche. In diesem Jahr verspüren die Organisatoren angesichts der vielen weltweiten Konflikte wieder Aufwind.

Frankfurt/Hamburg/Nürnberg (dpa) - Mit den traditionellen Ostermärschen haben Tausende Menschen für Abrüstung und gegen deutsche Rüstungsexporte demonstriert. Insgesamt gab es rund 100 Veranstaltungen während der Feiertage.

Die größten Kundgebungen wurden am Ostermontag zum Abschluss aus Hamburg, Frankfurt, Nürnberg und Kassel gemeldet.

Insgesamt sei das Interesse an den Ostermärschen deutlich größer gewesen als im Vorjahr, bilanzierte der Sprecher des zentralen Ostermarschbüros in Frankfurt, Willi van Ooyen. Dies hänge mit der Vielzahl der internationalen Konflikte zusammen, wie etwa in der Türkei und Syrien. Zugleich zeige sich auch eine stärkere Unterstützung seitens der Gewerkschaften. Unter Hinweis auf deutsche Waffenlieferungen an die Türkei sagte er: "Da darf man nicht schweigen, wenn der Krieg wieder zur Normalität wird und die bundesdeutsche Politik so tut, als habe sie nichts damit zu tun."

Auf dem Römerberg in Frankfurt versammelten sich nach Angaben des Ostermarschbüros am Montag nach einem Sternmarsch rund 4000 Menschen und verlangten ein sofortiges Ende des türkischen Militäreinsatzes in Nordsyrien. Die Polizei sprach dagegen von 1500 Teilnehmern. Ein Arzt, der für die Hilfsorganisation medico international in der nordsyrischen Stadt Afrin war, berichtete über seinen Einsatz. Die Stadt wurde von türkischen Truppen eingenommen, die in einer Militäroffensive die Kurdenmiliz YPG vertrieben hatten.

Im rheinland-pfälzischen Büchel wurde für den Abzug der US-Atomsprengköpfe demonstriert, die dort seit dem Kalten Krieg gelagert sind. "Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung endlich handelt, dem Atomwaffenverbotsvertrag beitritt und die in Büchel stationierten Atomwaffen abziehen lässt"", erklärte dazu das Netzwerk Friedenskooperative.

Die Themen der Proteste war regional unterschiedlich gestreut. Auch der Klimawandel gehörte dazu. In Kaiserslautern protestierten etwa 200 Menschen gegen Fluglärm und Umweltverschmutzung durch Militärstützpunkte in der Westpfalz. Gefordert wurde auch, die Ursachen von Flucht und Vertreibung zu beseitigen.

Die ersten Ostermärsche fanden in Deutschland im Jahr 1960 statt. Anstöße dazu kamen aus Großbritannien. Dort gab es vor genau 60 Jahren einen Protestmarsch von London zum Atomforschungszentrum Aldermaston.

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