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Demonstranten in Houston fordern bei Protestmärschen Trump dazu auf, seine Einkommensteuererklärung offenzulegen.

Tausende demonstrieren am "Steuertag"

Wegen Steuerunterlagen: US-Kultautor provoziert Trump

Washington - Tausende Amerikaner haben am Samstag in Protestmärschen Donald Trump aufgefordert, endlich seine Steuerunterlagen zu veröffentlichen. Horror-Hit-Autor Stephen King ärgerte den Präsidenten auf Twitter.

Die Demonstrationen in Dutzenden Städten fanden am sogenannten "Steuertag" statt: Der 15. April ist jährlich der Stichtag, bis zu dem die Amerikaner ihre Steuererklärungen abgeben müssen.

In Washington versammelten sich am Samstag mehrere tausend Menschen vor dem Kapitol und zogen in einem langen Demonstrationszug über die Pennsylvania Avenue.  Als die Demonstranten in Washington das Trump-Hotel passierten, skandierten sie "Schande". "Was versteckst Du?" stand auf mitgeführten Schildern. Andere Plakate deuteten Interessenkonflikte mit Russland an.

Huhn mit Trump-Frisur als Protest-Maskottchen 

Als inoffizielles Maskottchen hatten die Organisatoren der Proteste ein großes aufblasbares Huhn mitgebracht, das mit orange-goldenem Schnabel und Haartolle an den Präsidenten erinnerte.

Auch in New York gingen tausende Menschen auf die Straße. Proteste gab es zudem in Philadelphia, Boston, Seattle, San Francisco, Los Angeles und anderen Städten. Selbst vor Trumps Privatclub Mar-a-Lago in Florida demonstrierten mehrere Menschen.

In der kalifornischen Stadt Berkeley kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern Trumps. Die Polizei nahm 21 Menschen fest, wie die "Los Angeles Times" berichtete. Zwei Menschen seien verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher dem Sender CNN.

"Na los, du Feigling"

Stephen King.

Stephen King, Autor von Horror-Kultromanen wie "Carrie", "The Shining" und "Es", legte sich mit dem mächtigsten Mann der Welt in derselben Angelegenheit derweil auf dessen Lieblings-Kommunikations-Plattform an: In Anspielung auf den von Trump befohlenenAbwurf der "Mutter aller Bomben" in Afghanistan, bei dem über 90 IS-Kämpfer ums Leben gekommen sein sollen, twitterte der 69-Jährige: "Na los, du Feigling, wenn du Manns genug bist, eine Megabombe auf Afghanistan zu werfen, solltest du auch Manns genug sein, deine Steuerunterlagen zu veröffentlichen."

In den USA ist es seit Jahrzehnten Tradition, dass Präsidentschaftskandidaten und Präsidenten ihre Steuererklärungen offenlegen, auch wenn sie dazu nicht verpflichtet sind. Trump hatte einen solchen Schritt zunächst mit Hinweis auf eine laufende behördliche Steuerprüfung verweigert, aber später machten Mitarbeiter klar, dass der Multimilliardär generell nicht an eine Veröffentlichung denkt. Das hat bei Kritikern den Verdacht genährt, dass der Ex-Immobilienmogul etwas zu verbergen habe, so zum Beispiel Teile seiner Geschäftsverbindungen.

dpa/afp

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