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Demonstranten nehmen am 19.01.2017 in New York vor dem Trump International Hotel an einem vom Filmemacher M. Moore veranstalteten Protest gegen Trump teil.

Am Vorabend der Amtseinführung

Tausende protestieren in New York gegen Donald Trump

New York - Donald Trump wird am Freitag als US-Präsident vereidigt. In New York protestierten zuvor Tausende gegen ihn.  Michael Moore hatte  den Protest organisiert, auch andere Stars waren dabei.

Am Vorabend der Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten Donald Trump haben in New York mehrere tausend Menschen lautstark gegen den Republikaner demonstriert. Die Menge versammelte sich am Donnerstagabend am Columbus Circle und auf der Straße Central Park West am Central Park, wo sich das International Hotel & Tower des Immobilienmilliardärs befindet. Zu den prominentesten Teilnehmern zählten New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio und der Schauspieler Robert de Niro.

Regisseur Michael Moore: „Trump wird nicht vier Jahre bleiben“

"Morgen ist nicht das Ende - es ist der Anfang", sagte de Blasio, ein erklärter Trump-Gegner insbesondere in Einwanderungsfragen. "Wir haben keine Angst vor der Zukunft." Die Demonstranten machten darauf aufmerksam, dass Trump bei der Wahl Anfang November nicht die Mehrheit der Stimmen erhielt, sondern nur die Mehrheit im Gremium der Wahlleute. "Wir sind die Mehrheit", sagte der Regisseur Michael Moore. "Er wird nicht vier Jahre bleiben."

Auf Transparenten war zu lesen "Trump jeden Tag bekämpfen", "Gerechtigkeit und Bürgerrechte für alle" oder "Liebe triumphiert über Hass". "Was auch geschehen mag, wir Amerikaner, wir New Yorker, wir Patrioten werden zusammenstehen für unsere Rechte und für die Rechte unserer Mitbürger", sagte de Niro. Trump hatte im Wahlkampf unter anderem mit ausländerfeindlichen und islamophoben Äußerungen für Empörung gesorgt. Er wird am Freitag ins Amt eingeführt.

Der aus Ungarn stammende US-Milliardär George Soros sagte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos das "Scheitern" Trumps voraus. Der neue US-Präsident bereite einen "Handelskrieg" vor, die von Trump verfochtenen Ideen seien "zutiefst widersprüchlich", unter Trump werde die Unterstützung der Vereinigten Staaten für die "offene Gesellschaft" verlorengehen.

Auf dem Spiel stünde der Weltfrieden

"Wir sind gekommen, weil wir das Gefühl haben, dass wir alle Errungenschaften der letzten 50 Jahre einbüßen werden", sagte die Psychologin Carol Bay bei der New Yorker Demonstration. Auf dem Spiel stünden "Bürgerrechte, Meinungsfreiheit, Gesundheitsversorgung, Frauenrechte und der Weltfrieden". In New York hatten bei der Wahl rund vier Fünftel aller Teilnehmer für Trumps demokratische Konkurrentin Hillary Clinton gestimmt.

Bei der Eröffnung des Sundance-Filmestivals in Park City im US-Bundesstaat Utah sagte der 80-jährige Schauspieler Robert Redford, dass es eine "Bewegung" gegen die von Trump angekündigten Ausgabenkürzungen geben werde. Das Festival sei keine politische Veranstaltung, fügte Redford hinzu. "Die Präsidenten kommen und gehen - wir konzentrieren uns auf die von Künstlern erzählten Geschichten."

dpa

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