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Melanie Leonhard, Sozialsenatorin von Hamburg und neue SPD-Landesvorsitzende, Peter Tschentscher (r,), Finanzsenator und designierter Erster Bürgermeister von Hamburg und Olaf Scholz

Melanie Leonhard und Peter Tschentscher

Team für die Hamburger SPD gewählt: Scholz bekommt zwei Nachfolger

Sie sollen Hamburgs SPD führen: Ein Parteitag hat Peter Tschentscher zum Kandidaten für die Hamburger Bürgermeister-Wahl gekürt, Melanie Leonhard wird Chefin der Elb-Genossen.

Hamburg - Zuletzt lagen in Hamburg unter Olaf Scholz (SPD) der Posten des Bürgermeisters und des Parteivorsitzenden in einer Hand. Das ändert sich nun: Ein außerordentlicher Parteitag hat am Samstag Peter Tschentscher als Bürgermeister-Kandidaten nominiert und Melanie Leonhard zur Parteivorsitzenden gewählt. „Melanie Leonhard und ich werden als Team eng zusammenarbeiten“, sagte Tschentscher in seiner Bewerbungsrede. Der 52-Jährige soll am Mittwoch in der Bürgerschaft gewählt werden. Die dort benötigte absolute Mehrheit gilt als sicher.

Beide erhielten gute Ergebnisse: Tschentscher konnte 337 von 354 Stimmen für sich gewinnen, das ist eine Zustimmung von 95,2 Prozent. Die 40-jährige Leonhard bekam 317 der 335 Stimmen (94,6 Prozent). Amtsvorgänger Olaf Scholz war 2016 mit 97,4 Prozent als Landesvorsitzender bestätigt worden. In Hamburg war er mit absoluter Mehrheit zeitweise zum „König Olaf“ aufgestiegen, wie ihn viele nannten. Jetzt liegt die SPD dort nur noch bei 28 Prozent.

Langer Applaus zum Abschied für Scholz

Mit minutenlangem Beifall verabschiedeten die Sozialdemokraten den bisherigen Bürgermeister und Landesvorsitzenden Olaf Scholz. „Ich bin ganz sicher, dass das eine gute Zeit wird“, sagte der gut gelaunte 59-Jährige über die künftige Arbeit seiner Nachfolger. Scholz war nach Berlin gewechselt, um in der großen Koalition Bundesfinanzminister und Vizekanzler zu werden. Sein Amt als Hamburger Bürgermeister aufzugeben, sei für ihn mit großer Wehmut verbunden. Zum Abschied rief er: „Ahoi!“

Tschentscher versprach der Bürgern: „Die besten Tage Hamburgs liegen vor uns.“ Der gebürtige Bremer startete seine politische Karriere 1991, zunächst als Mitglieder der Bezirksversammlung Hamburg-Nord. Nach dem Machtwechsel 2011 wurde er im SPD-Senat Finanzsenator. Melanie Leonhard war 2011 erstmals in die Bürgerschaft eingezogen, machte sich als familienpolitische Fraktionssprecherin einen Namen.

Lesen Sie auch: Peter Tschentscher - dieser Mann soll Hamburgs neuer Bürgermeister werden

dpa

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