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Putin (r.) trifft Assad in Sotschi. Doch Putins Aussagen werfen Fragen auf.

„Solange Syrien Hilfe braucht, bleiben wir“

Teheran reagiert nach Putin-Aussagen zu Abzug aus Syrien verstimmt

Der Iran macht einen weiteren Verbleib im Bürgerkriegsland Syrien allein von dessen Präsidenten Baschar al-Assad abhängig.

Teheran  - „Solange die syrische Regierung unsere Hilfe braucht, bleiben wir auch in dem Land“, sagte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi am Montag der Nachrichtenagentur Isna. Kein anderes Land könne den Iran dazu zwingen, Syrien zu verlassen.

Ghassemi reagierte damit auf das Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit Assad in Sotschi. Putin schlug dabei vor, dass sich nach den Erfolgen gegen den Terrorismus und mit Beginn des politischen Prozesses alle ausländischen Truppen aus Syrien zurückziehen sollten. Nach Einschätzung iranischer Medien sowie von Nahost-Experten ist damit auch der Iran gemeint.

„Uns kann man nichts vorschreiben“

Der Iran und die libanesische Hisbollah-Miliz zählen nach Russland zu den wichtigsten Verbündeten der syrischen Regierung. In Nordsyrien sind außerdem türkische Truppen im Einsatz und im Nordosten des Landes US-Spezialkräfte. Die Präsenz des Irans in Syrien verschärfte zuletzt die Spannungen in Nahost. Israel sieht sich beispielsweise durch iranische Raketen bedroht, die nach israelischen Angaben in Syrien stationiert wurden.

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„Der Iran ist ein souveränes Land mit einer unabhängigen Außenpolitik und seinen eigenen regionalen Interessen (...) Uns kann man nichts vorschreiben“, sagte der Sprecher. Laut Ghassemi sind auch die „militärischen Berater“ des Irans nur auf Wunsch der syrischen Regierung entsandt worden. Dass Iraner in Syrien auch an Militäreinsätzen beteiligt waren, gilt inzwischen als ein offenes Geheimnis. Dutzende iranische Soldaten sollen Berichten zufolge ums Leben gekommen sein.

Wenn sich der Iran aus Syrien zurückziehen müsste, wäre das aus Sicht von Kommentatoren eine herbe außenpolitische Niederlage für die Führung in Teheran. Gefährdet oder erschwert werde damit beispielsweise die Unterstützung der Schiitenmiliz Hisbollah im Südlibanon. Die Hisbollah ist der wichtigste Verbündete des Irans im Kampf gegen den Erzfeind Israel.

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