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Das iranische Atomkraftwerk Buschehr.

Einen Monat vor Ende der Frist

Teheran meldet "wichtige Fortschritte" bei Atomverhandlungen

Teheran - Bei den Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen zum iranischen Atomprogramm sind nach Angaben aus Teheran zuletzt "wichtige Fortschritte" gemacht worden.

Während die Beratungen über den eigentlichen Vertragstext gut vorangekommen seien, habe es bei den Anhängen aber "weniger" Fortschritte gegeben, sagte der stellvertretende iranische Chefunterhändler Abbas Araktschi laut iranischen Staatsmedien am Donnerstag. "Die Arbeit geht also weiter", sagte Araktschi vor Beginn einer neuen Verhandlungsrunde auf Expertenebene in Wien.

Am Wochenende hatten hochrangige Gespräche zwischen US-Außenminister John Kerry und seinem iranischen Kollegen Mohammed Dschawad Sarif im schweizerischen Genf keinen Durchbruch gebracht. Araktschi sagte anschließend, es gebe weiter Differenzen. Am Donnerstag sagte er, die Arbeit an dem Vertragstext sei eine "schwierige und komplizierte Aufgabe".

Der Iran und die sogenannte 5+1-Gruppe aus den USA, Frankreich, Großbritannien, Russland, China und Deutschland hatten sich Anfang April im jahrelangen Atomstreit auf die Eckpunkte einer Vereinbarung geeinigt. Diese sehen vor, dass der Iran die Atomenergie nur zu zivilen Zwecken nutzen und im Gegenzug eine Aufhebung oder Aussetzung der seit dem Jahr 2006 verhängten Sanktionen erwarten darf.

Ende der Einigungsfrist rückt näher

Die Frist für eine Einigung läuft Ende Juni aus, in wichtigen Punkten bestehen aber immer noch Meinungsverschiedenheiten. Teheran lehnt etwa internationale Inspektionen seiner Militäranlagen ab.

Der Westen verdächtigt den Iran, am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Teheran bestreitet dies. Ein Abkommen mit den 5+1-Staaten würde den Iran zurück auf die internationale Bühne holen, was einen positiven Einfluss auf die Konflikte im Nahen Osten haben könnte. Durch das Aufheben der Sanktionen könnte Teheran seine internationalen Wirtschaftsbeziehungen wieder ausbauen.

Auch beim Thema Sanktionen gibt es noch Meinungsverschiedenheiten: Teheran fordert ein schnelles Ende der Strafmaßnahmen von UNO, EU und USA. Die 5+1-Staaten wollen dagegen im Atomabkommen einen Mechanismus verankern, der im Falle eines Bruchs der Vereinbarungen durch Teheran eine unkomplizierte Rückkehr zu den Sanktionen ermöglicht.

AFP

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