Stromtrassen

Tennet beugt sich Seehofers Moratorium

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München - Der Netzbetreiber Tennet beugt sich unter Protest dem Stromtrassen-Moratorium der bayerischen Staatsregierung.

Nach Informationen des Münchner Merkur (Mittwochsausgabe) stoppt Tennet für das „SuedLink“-Projekt von Schleswig-Holstein nach Grafenrheinfeld alle in den nächsten drei Wochen geplanten Informationsveranstaltungen. Das geht aus einem Brief der Geschäftsführung an Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hervor. Auch die für dieses Jahr geplante Antragstellung werde mit Bedauern bis auf Weiteres verschoben. Man sei von der Notwendigkeit des Vorhabens "SuedLink" weiter überzeugt, aber brauche einen neuen politischen Konsens. Tennet bietet Seehofer ein persönliches Gespräch an.

Bayerns Energieministerin Ilse Aigner (CSU) bestätigte den Schritt des Unternehmens. Sie reagierte erfreut. „Damit bewegt sich das Unternehmen auf die Position der Staatsregierung zu“, sagte sie der Zeitung. „Wir brauchen erst Klarheit über die Rahmenbedingungen vom EEG über die Kapazitätsmärkte bis hin zur Notwendigkeit von Stromtrassen, bevor wir mit den Bürgern gemeinsam über konkrete Projekte diskutieren.“

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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