Kriminaltechniker untersuchen auf der gesperrten Berliner Stadtautobahn A100 in der Nacht auf der Höhe der Ausfahrt Alboinstraße einen Pkw, auch ein Feuerwehrkran ist im Einsatz.
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Kriminaltechniker untersuchen auf der Berliner Stadtautobahn A100 auf der Höhe der Ausfahrt Alboinstraße einen Pkw.

Not-OP noch in der Nacht

Anschlag auf Biker in Berlin: Feuerwehrmann auf dem Heimweg schwerst verletzt - Opfer hatten „keine Chance“

  • Florian Naumann
    vonFlorian Naumann
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Mindestens sechs Menschen wurden beim mutmaßlich islamistischen Anschlag in Berlin verletzt. Besonders schlimm traf es einen Feuerwehrmann auf dem Heimweg. Der Innensenator ist "bestürzt".

  • Bei einem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag in Berlin sind mindestens sechs Menschen verletzt worden.
  • Unter den Opfern befindet sich auch ein Feuerwehrmann - er erlitt schwere Kopfverletzungen.
  • Berlins Innensenator zeigt sich „bestürzt" über die Angriffe auf unbeteiligte Menschen.

Berlin - Bei dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag auf der Berliner Stadtautobahn sind offenbar mindestens sechs Menschen verletzt worden. Im Laufe des Mittwochs (19. August) wurden erste Details zu den Opfern bekannt.

Ein Sprecher der Feuerwehr hatte zunächst von drei Schwer- und drei Leichtverletzten berichtet. Später hieß es, ein Mann habe schwerste Verletzungen erlitten. Bei ihm handelt es sich um einen Feuerwehrmann.

Anschlag in Berlin: Feuerwehrmann unter den Opfern - er war offenbar auf dem Heimweg

Der Kollege sei am Dienstagabend nach dem Dienst auf dem Nachhauseweg von den Zusammenstößen betroffen gewesen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Der Schwerverletzte sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Ob er im Auto saß oder mit einem Motorrad fuhr, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Nach Informationen der B.Z. war der Mann aber auf einem Motorroller unterwegs und kollidierte am Berliner Innsbrucker Platz mit dem Auto des Täters. Er habe schwere Kopfverletzungen erlitten und sei noch in der Nacht notoperiert worden.

Anschlag in Berlin: Vor allem Motorradfahrer Opfer des Attentäters - Innensenator „bestürzt“

Nach ersten Erkenntnisse hatte es der Täter vorrangig auf Motorradfahrer abgesehen. Es handle sich um „gezielte Angriffe vor allem auf Motorradfahrer mit zum Teil schwerwiegenden Folgen“, teilten die Ermittler mit. Sie gingen von einem islamistisch motivierten Anschlag aus. Erste Details zum Verdächtigen wurde ebenfalls bereits bekannt.

„Ich bin bestürzt, dass Unbeteiligte aus dem Nichts heraus Opfer einer Straftat geworden sind“, erklärte der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD). „Wenn ein Auto gezielt auf Motorradfahrer auffährt, haben diese keine Chance.“

Wenn sich persönliche Probleme mit „religiös aufgeladenen Vorstellungen“ vermischten, könne dies zu unkontrollierbarem Handeln führen. „Die gestrigen Ereignisse zeigen uns sehr schmerzhaft, wie verletzlich unsere freie Gesellschaft ist“, teilte er mit. (fn/dpa/AFP)

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