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Am Tatort in Melbourne haben viele Trauernde Blumen abgelegt.

Zwei Toter, mehrere Verletzte

Terror-Attacke in Melbourne: Einkaufswagen-Held wird verhaftet

Vom Helden zum Häftling: Wenige Tage nach seinem Einsatz gegen einen islamistischen Messerstecher in Melbourne ist der Obdachlose verhaftet worden.

  • Ein Angreifer hat am Freitag, 9. November, im australischen Melbourne mit einem Messer mehrere Menschen schwer verletzt. Eine Person starb.
  • Der Täter wurde am Tatort von der Polizei niedergeschossen und festgenommen. Später verstarb er.
  • Am Freitagmittag reklamierte die Terror-Organisation Islamischer Staat den Angriff für sich.

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Samstag, 17. November, 8.49 Uhr:

Vom Helden zum Häftling: Wenige Tage nach seinem Einsatz gegen einen islamistischen Messerstecher in Melbourne hat der obdachlose Australier Michael Rogers eine Nacht in der Zelle verbringen müssen. Der 46-Jährige kam in Haft, weil er ein Fahrrad gestohlen haben und in ein Café eingebrochen sein soll. Nach einem Gerichtstermin am Samstag durfte Rogers gegen eine Kaution und einige Auflagen wieder raus, wie sein Anwalt mitteilte. Der Obdachlose war als „Mann mit dem Einkaufswagen“ weltweit in den Nachrichten. 

Terror-Attacke in Melbourne: Obdachloser wird für Heldentat gefeiert

Montag, 12. November, 06.34 Uhr: Eine Heldentat zahlt sich für einen Obdachlosen in Melbourne nun auch finanziell aus. Der 46-jährige Michael Rogers wurde dafür, dass er sich am Freitag bei der Messerattacke in der australischen Metropole dem Attentäter in den Weg gestellt hatte, nicht nur vielfach gelobt. Bis Montagmorgen waren darüber hinaus auf der Crowdfunding-Plattform GoFundMe unter der Überschrift „Nicht alle Helden tragen Umhänge“ mehr als 110 000 australische Dollar (rund 70 200 Euro) für ihn gespendet worden.

Rogers hatte am Freitag einen Einkaufswagen benutzt, um den von der Terrormiliz Islamischer Staat inspirierten Täter zu rammen, als zwei Polizisten versuchten, ihn zu entwaffnen. Danach erschossen die Beamten den Attentäter. Dieser hatte zuvor einen 74-Jährigen getötet und zwei weitere Menschen verletzt. Die Spendensammlung für den nun sogenannten „Trolleyman“ (Einkaufswagenmann) war am Samstag vom gemeinnützigen Wohlfahrtsverband der Obdachlosengemeinschaft Melbourne gestartet worden. Der stellvertretende Polizei-Chef von Victoria, Shane Patton, sagte, Rogers Hilfe sei der Polizei „sehr willkommen“ gewesen. „Es gibt keinen Zweifel, dass er heldenhaft gehandelt hat“, sagte Patton dem Sender ABC Radio.

Samstag, 10. November, 6.50 Uhr: Der Messer-Attentäter von Melbourne ist nach Angaben der australischen Polizei durch die Terrormiliz Islamischer Staat zu seiner Tat angeregt worden. Allerdings habe der 30-Jährige keinen direkten Kontakt zu den Terroristen gehabt, teilte die Polizei am Samstag mit. 

Am Freitag hatte der in Somalia geborene Mann in der Innenstadt der australischen Millionen-Metropole einen 74-Jährigen getötet und zwei weitere Menschen verletzt, bevor er selbst erschossen wurde. Die Terrormiliz Islamischer Staat hatte den Messerangriff für sich reklamiert. Das Bekennerschreiben konnte aber nicht unabhängig auf Echtheit überprüft werden.

Die australische Polizei teilte mit, im Zusammenhang mit der Attacke seien einige Immobilien in Melbourne durchsucht worden. Der Täter habe sein mit Gasflaschen beladenes Auto zu Schrott gefahren, bevor er mit dem Messer auf die Menschen losgegangen sei. Er habe beabsichtigt, das Auto durch Entzünden der Gasflaschen zum Explodieren zu bringen. Das Auto habe zwar Feuer gefangen, die Gasflaschen seien aber nicht explodiert. 

Der Täter sei der Polizei und dem Geheimdienst bekannt gewesen, aber er sei nicht aktiv beobachtet worden sei. Der Bruder des mutmaßlichen Täters sei Ende vergangenen Jahres festgenommen worden, weil er verdächtigt worden sei, einen Terrorangriff an Silvester durchzuführen.

Messerangriff von Melbourne: IS bekennt sich - Meldungen vom Freitag, 9. November

13.30 Uhr: Der Angreifer von Melbourne ist verstorben. Der Mann griff nach Angaben der Polizei am Freitag Passanten mit einem Messer an, bevor er von Beamten niedergeschossen wurde und später seinen Verletzungen erlag. Nach Angaben der Ermittler stammte er aus Somalia und war der Polizei seit längerem bekannt.

Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge fuhr der Angreifer gegen 16.00 Uhr mit seinem mit Gasflaschen beladenen Pickup in ein beliebtes Einkaufsviertel in der Innenstadt. Während sein Wagen in Flammen aufging, griff er mit einem Messer Passanten an. Er erstach einen und verletzte zwei weitere, bevor die Polizei eingreifen konnte. 

12.50 Uhr: Die Dschihadistenmiliiz Islamischer Staat (IS) hat den tödlichen Messerangriff in Melbourne für sich reklamiert. In einer am Freitag von dem IS-Propaganda-Sprachrohr Amaq verbreiteten Erklärung hieß es, der Täter sei ein IS-Kämpfer gewesen und habe auf Staatsbürger der gegen den IS kämpfenden Länder gezielt. Ein Messerangreifer hatte in Melbourne einen Passanten erstochen und zwei weitere verletzt, bevor er von der Polizei niedergeschossen wurde. 

10.50 Uhr: Nach dem tödlichen Messerangriff im australischen Melbourne geht die Polizei von einer terroristischen Tat aus. "Wir behandeln das jetzt als einen terroristischen Vorfall", sagte Polizeichef Graham Ashton am Freitag. Der mutmaßliche Täter, der zuvor in Melbourne mit einen Messer einen Menschen getötet und zwei weitere verletzt hatte, sei der Polizei seit längerem bekannt.

Messerangriff in Melbourne: Mann stirbt nach Attacke

Update, 9. November 2018, 10.28 Uhr: Bei einem Messerangriff in Melbourne ist am Freitag ein Mensch ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die australische Polizei mit. Sie hätten zuvor einen Verdächtigen bei einem brennenden Auto im Geschäftsviertel der Stadt festgehalten. "Ein Mann ist am Tatort festgenommen und unter Polizeiaufsicht in ein Krankenhaus gebracht worden", hieß es weiter. Der Mann befinde sich in Lebensgefahr.

Nach Angaben von Rettungssanitätern vor Ort habe der Angreifer drei Menschen möglicherweise lebensgefährlich verletzt worden. Laut Polizei sind die Hintergründe der Tat bislang unklar, allerdings liege kein Hinweis auf eine "Verbindung zum Terrorismus" vor.

Örtliche Medien verbreiteten Videoaufnahmen, in denen ein großer Mann in einer dunklen Tunika mit einem Messer auf Polizeibeamte losgeht. Die Polizei erklärte, die Beamten seien während des Feierabendverkehrs gegen 16.20 Uhr (Ortszeit) wegen eines brennenden Autos in die Innenstadt gerufen worden. Sie forderte die Bevölkerung auf, den Bereich der Stadt zu meiden, auch wenn es derzeit keine Hinweise auf weitere Verdächtige gebe.

Messer-Attacke in Melbourne: Mann verletzt mehrere Menschen in Melbourne

7.56 Uhr: Bei einem Messerangriff in Melbourne sind am Freitag mehrere Menschen verletzt worden. Sie hätten zuvor einen Verdächtigen bei einem brennenden Auto im Geschäftsviertel der australischen Stadt festgehalten, teilte die Polizei mit.

"Ein Mann ist am Tatort festgenommen und unter Polizeiaufsicht in ein Krankenhaus gebracht worden", hieß es weiter. Der Mann befinde sich in Lebensgefahr.

Messer-Attacke in Melbourne: Video zeigt, wie Mann mit Messer auf Polizei losgeht

Nach Angaben von Rettungssanitätern vor Ort habe der Angreifer drei Menschen möglicherweise lebensgefährlich verletzt worden. Laut Polizei sind die Hintergründe der Tat bislang unklar.

Örtliche Medien verbreiteten Videoaufnahmen, in denen ein großer Mann mit einem Messer auf Polizeibeamte losgeht. Die Polizei erklärte, die Beamten seien während des Feierabendverkehrs wegen eines brennenden Autos in die Innenstadt gerufen worden.

Messer-Attacke in Melbourne: Polizei warnt Bevölkerung

Sie forderte die Bevölkerung auf, den Bereich der Stadt zu meiden, auch wenn es derzeit keine Hinweise auf weitere Verdächtige gebe.

Zuletzt wurde der Sicherheitsbeauftragte der französischen Stadt Rodez wurde mit einem Messer attackiert und getötet. Der Täter war polizeibekannt.

In der Innenstadt von Ravensburg hatte ein Mann in der Bodensee-Region drei Menschen mit einem Messer verletzt. Doch was sind die Hintergründe der Tat?

Auch in Bremen kam es zu einer brutale Messerattacke. In einer Straßenbahn ist ein Streit komplett eskaliert.

Auf einen 22-Jährigen wurde mehrfach mit einem Messer eingestochen.

AFP

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