+
Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan verurteilte die Attacken als „brutale und feige“ Angriffe.

Solidarität mit Großbritannien

„Feige und brutale Attacke“ - Reaktionen auf den Terror in London

Nach den Terrorattacken in London zeigt sich die internationale Politik solidarisch mit der britischen Hauptstadt. Hier finden Sie die gesammelten Reaktionen.

London - Nach dem neuerlichen Anschlag im Herzen Londons haben die USA und Frankreich Großbritannien ihre Unterstützung zugesichert. 

"Was auch immer die Vereinigten Staaten tun können, um in London und in Großbritannien zu helfen, wir werden da sein", schrieb US-Präsident Donald Trump am Samstag (Ortszeit) im Internet-Kurzmitteilungsdienst Twitter. "Wir sind bei euch. Gott schütze euch!" Das US-Außenministerium verurteilte die "feigen Angriffe auf unschuldige Zivilisten".

Merkel zu Terror in London: „Heute über alle Grenzen hinweg im Entsetzen vereint“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bestürzt geäußert. „Ich denke in diesen Stunden in Anteilnahme und Solidarität an unsere britischen Freunde und an alle Menschen in London“, sagte die Kanzlerin in einer am Sonntagmorgen verbreiteten Erklärung. „Meine Gedanken sind bei den Opfern des Anschlags und ihren Familien.“ Sie wünschte den Verletzten eine baldige Genesung. „Wir sind heute über alle Grenzen hinweg im Entsetzen und der Trauer vereint, aber genauso in der Entschiedenheit.“ Die Kanzlerin bekräftigte, dass Deutschland im Kampf gegen jede Form von Terrorismus „fest und entschlossen“ an der Seite Großbritanniens stehe.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärte, Frankreich stehe angesichts dieser "neuerlichen Tragödie mehr denn je an der Seite des Vereinigten Königreichs". Seine Gedanken seien bei den Opfern und deren Angehörigen.

Ein Lieferwagen war am Samstagabend auf der London Bridge in eine Menschenmenge gerast, laut Augenzeugen wurden mehrere Menschen verletzt. Kurz darauf wurden aus dem nahegelegenen Borough Market ein Messerangriff und Schüsse gemeldet. Die Polizei sprach von "terroristischen" Angriffen, Premierministerin Theresa May berief für Sonntag eine Krisensitzung ihres Kabinetts ein.

Terrorattacken in London: Was wir wissen - und was nicht

Der Vorsitzende der britischen Arbeiterpartei Labour, Jeremy Corbyn, nannte die Anschläge „Brutal und schockierend. Meine Gedanken sind nun bei den Opfern und ihren Familien. Großer Dank an alle Notfall-Helfer.“

Londons Bürgermeister Sadiq Khan hat die Terrorangriffe als „gezielte und feige Attacke“ auf unschuldige Londoner und Besucher bezeichnet. Er verurteile die Angriffe auf das Schärfste, schrieb Khan in der Nacht zu Sonntag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Es gebe keine Rechtfertigung für die „barbarischen“ Attacken. Khan rief alle Menschen in London auf, wachsam zu bleiben. Weiter sagte er am Sonntagmorgen in einem Statement: „Wir werden diese Feiglinge nicht gewinnen lassen und wir werden uns dem Terrorismus nicht beugen.“

Auch die US-Sängerin Ariana Grande tat ihr Beileid via Twitter kund. Vor knapp zwei Jahren waren nach einem Konzert der Pop-Künstlerin in Manchester 22 Menschen bei einem Selbstmordanschlag ums Leben gekommen. Grande postete bei dem Kurznachrichtendienst „Bete für London“ und beließ es auch dabei.

Die britische Innenministerin Amber Rudd hat die Anschläge in London als „entsetzlich“ bezeichnet. Diese hätten sich gegen Menschen gerichtet, die sich mit ihren Freunden und Familien amüsiert hätten, sagte Rudd in der Nacht zum Sonntag. Sie sei in Gedanken bei den Opfern und allen Betroffenen. Unter diesen „schwierigen und traumatischen Umständen“ sei sie vor allem der Polizei und den Sicherheitskräften für ihren schnellen Einsatz dankbar, so die Innenministerin.

Mehr Informationen zu den Anschlägen in London finden Sie in unserem Live-Ticker.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Türkei fordert erneut Absage von „illegalem“ Kurden-Referendum
Die Türkei hat die kurdische Führung im Nordirak erneut zur Absage des geplanten Unabhängigkeitsreferendums aufgefordert und andernfalls mit Konsequenzen gedroht.
Türkei fordert erneut Absage von „illegalem“ Kurden-Referendum
Istanbuls Bürgermeister Topbas tritt nach 13 Jahren zurück
Nach 13 Jahren im Amt ist der Bürgermeister von Istanbul, Kadir Topbas, zurückgetreten. Der 72-jährige AKP-Politiker machte am Freitag keine Angaben zu den Gründen für …
Istanbuls Bürgermeister Topbas tritt nach 13 Jahren zurück
21 Flüchtlinge vor türkischer Schwarzmeerküste ertrunken
Auf dem Weg von der Türkei in die EU wählten Flüchtlinge einst vor allem die Route über die Ägäis. Inzwischen scheinen sie zunehmend auf das Schwarze Meer auszuweichen - …
21 Flüchtlinge vor türkischer Schwarzmeerküste ertrunken
Angela Merkel in München: Kanzlerin gnadenlos ausgepfiffen
Wahlkampf-Hölle für die Kanzlerin in München. Angela Merkel wurde am Freitag auf dem Marienplatz massiv ausgebuht. Zum Ticker vor der Bundestagswahl 2017.
Angela Merkel in München: Kanzlerin gnadenlos ausgepfiffen

Kommentare