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Zwei Autobomben explodierten in Mogadischu (Szene vom 26. Februar 2016).

Erneut doppelte Attacke

Wieder Terroranschlag in Somalia: mindestens 17 Tote

Mogadischu - Die somalische Hauptstadt kommt nicht zur Ruhe. Ein zweiter Doppelanschlag schockt Mogadischu. Diesmal sind Restaurants Ziele der Attentäter.

Update vom 15. Juli 2016: In Nizza hat sich ein mutmaßlicher Terror-Anschlag ereignet. Ein Lkw raste am Nationalfeiertag in eine Menschenmenge, mindestens 80 Menschen starben. Hier erfahren Sie alles zum Anschlag in Nizza in unserem Live-Ticker.

Bei einem neuen Anschlag der islamistischen Terrorgruppe Al-Shabaab sind am Sonntag in Somalia mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Nur wenige Stunden zuvor hatte die Regierung in Reaktion auf einen Anschlag in Mogadischu vom Freitag härtere Schritte gegen die Islamisten angekündigt.

Ein Selbstmordattentäter sprengte sich im beliebten Restaurant Beder in der Stadt Baidoa, knapp 220 Kilometer westlich der Hauptstadt Mogadischu, in die Luft, wie Polizeibeamte der Deutschen Presse-Agentur sagten. Kurz darauf wurde eine Autobombe vor dem Restaurant Reedo im Zentrum der Stadt ferngezündet. Ursprünglich hatte es geheißen, dass auch dort ein Selbstmordattentäter eingesetzt worden war. Insgesamt wurden rund 40 Menschen verletzt. Zuerst hatte die Polizei von 17 Toten und 25 Verletzten gesprochen. Kurz nach den Anschlägen bekannte sich Al-Shabaab zu der Tat.

Lokaljournalist Mohamed Husni sagte der Deutschen Presse-Agentur, er habe in einem naheliegenden Krankenhaus 13 Todesopfer gezählt, die aus beiden Restaurants stammten. Unter den Opfern sollen sich Soldaten und Beamte befinden.

22 Todesopfer am Freitag

Zwei Tage zuvor hatte die Terrorgruppe bei einem Anschlag auf ein Luxushotel und eine Parkanlage in der Hauptstadt 22 Menschen getötet und mehr als 40 weitere Menschen verletzt, als am Freitagabend zwei schwere Autobomben explodierten. Das sagte ein Sicherheitsbeamter der Deutschen Presse-Agentur am Samstag.

Unter den Toten befänden sich mindestens fünf Angreifer und sechs Sicherheitskräfte, hieß es. Am Freitag hatten Behörden zunächst von 20 Toten gesprochen.

Detonation noch weit außerhalb der Stadt zu hören

Die Detonationen war nach Zeugenberichten noch rund 15 Kilometer außerhalb des Zentrums von Mogadischu zu hören. Im Regierungsviertel war anschließend anhaltendes Gewehrfeuer zu hören. Die Sprengsätze richteten schwere Schäden bei mindestens 25 umliegenden Gebäuden an. Die sunnitischen Extremisten der somalischen Terrororganisation Al-Shabaab bekannten sich in einer Botschaft zu dem Anschlag.

Zunächst habe ein Selbstmordattentäter einen Lastwagen mit schätzungsweise 200 Kilogramm Sprengstoff in einen Kontrollpunkt vor dem gut besuchten Hotel SYL gefahren, sagte Sicherheitsminister Abdirisak Omar Mohamed am Samstag. „Die Explosion hat Löcher von circa 15 Metern Tiefe verursacht und zahlreiche Gebäude um das Hotel zerstört“, sagte Mohamed. „Es war der schlimmste Bombenanschlag in Somalias Geschichte.“

Sicherheitsleute stoppten Terroristen vor Hotel

Kurz darauf detonierte eine zweite Autobombe auf einem Parkplatz des nahe gelegenen „Friedensgartens“, in den Hunderte Familien und Anwohner jedes Wochenende zu Picknicks strömen. Der Sprengstoff sei vermutlich mit einer Fernbedienung gezündet worden, sagte der Sicherheitsbeamte Mohamed Hassan. Sicherheitskräfte hätten jedoch verhindern können, dass die Terroristen nach den Explosionen Zugang zum Hotel erlangen.

Das Hotel liegt nahe den Regierungsgebäuden und gilt als extrem sicher; es wird von einer großen Anzahl schwer bewaffneter Sicherheitsleute geschützt. Al-Shabaab hatte das Hotel bereits einmal im vergangenen Jahr angegriffen. Bei dem Anschlag unmittelbar vor dem Besuch des türkischen Präsidenten kamen damals 15 Somalier ums Leben.

Die islamistische Terrororganisation verübt immer wieder Anschläge auf Regierungseinrichtungen in Mogadischu. Die sunnitischen Fundamentalisten kämpfen um die Vorherrschaft in dem armen Land am Horn von Afrika. Sie wollen einen sogenannten Gottesstaat errichten.

Auch am 22. März kam es in Brüssel zu mehreren Explosionen.

dpa

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