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An der London Bridge fuhr ein Lieferwagen in eine Menschenmenge - die Polizei sperrte den Bereich.

Terror in London

Tote, Verletzte: Transporter rast in Menschenmenge - Messerattacken

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Terrorattacken in London am Samstagabend. Dort fuhr zunächst auf einer Brücke ein Lieferwagen in eine Menschenmenge. Später kam es noch zu weiteren Vorfällen.

London - Weniger als zwei Wochen nach dem Bombenanschlag von Manchester ist London erneut Ziel eines Anschlags geworden: Auf der London Bridge im Herzen der britischen Hauptstadt raste am Samstagabend ein Lieferwagen in eine Menschenmenge. Kurz darauf wurden aus dem nahegelegenen Borough Market ein Messerangriff und Schüsse gemeldet. Die Polizei sprach von "terroristischen" Angriffen. Sieben Menschen starben, mehr als 50 Personen wurden verletzt.

Die Polizei rief die Bewohner Londons auf, einen sicheren Ort aufzusuchen oder sich notfalls zu verstecken. Die Rettungsdienste waren im Großeinsatz, zahlreiche Straßen in der Nähe der Tatorte wurden gesperrt, Polizeihubschrauber kreisten über dem Gebiet. Premierministerin Theresa May sprach von einem "möglichen Terrorakt" und kündigte für Sonntag eine Krisensitzung ihres Kabinetts an.

In unserem Live-Ticker halten wir Sie über die Attacken in London auf dem Laufenden.

Laut Augenzeugen steuerte der Lieferwagen gezielt auf Passanten zu. BBC-Reporterin Holly Jones berichtete, der Wagen sei rund 80 Stundenkilometer schnell gewesen und auf den Bürgersteig in eine Menschenmenge gefahren. Sie habe mehrere Verletzte gesehen. Ein weiterer Augenzeuge sagte dem Sender BBC, der Lieferwagen sei im Zickzack-Kurs gefahren, "er hat versucht, so viele Menschen wie möglich zu erwischen".

Der Lieferwagen kam laut einer weiteren Augenzeugin am Geländer der Brücke zum Stehen, anschließend sei ein Mann mit einem Messer herausgekommen und in Richtung einer nahe gelegenen Bar gerannt.

Das Ehepaar Ben und Natalie stand vor dem Lebensmittelmarkt Borough Market nahe der Brücke: "Wir haben Leute wegrennen sehen, und dann habe ich einen rot gekleideten Mann mit einer langen Klinge - schätzungsweise 30 Zentimeter lang - gesehen, der mehrmals auf einen Mann eingestochen hat", schilderte Ben dem Sender BBC. Das Opfer sei zu Boden gesunken. "Dann haben wir drei Schüsse gehört und sind gerannt."

Ein weiterer Vorfall in Vauxhall, den die Polizei zunächst gemeldet hatte, stand den Angaben zufolge nicht im Zusammenhang mit den Angriffen auf der Brücke und am Borough Market.

US-Präsident Donald Trump sagte Großbritannien die Unterstützung seines Landes zu. „Was auch immer die Vereinigten Staaten tun können, um in London und im Vereinigten Königreich zu helfen, wir werden da sein“, twitterte Trump.

Wir haben für Sie in einem separaten Artikel zusammengefasst was wir wissen - und was nicht.

Erst vor wenigen Tagen hatte sich der Selbstmordattentäter Salman Abedi am Ende eines Konzertes in Manchester im Norden Englands in die Luft gesprengt und 22 Menschen mit in den Tod gerissen. 116 Menschen wurden verletzt. Unter den Opfern sind viele Jugendliche und Kinder.

Bilder: Terrorattacken in London - Großeinsatz der Polizei

Erst vor wenigen Tagen hatte ein Selbstmordattentäter nach einem Konzert in Manchester 22 Menschen mit in den Tod gerissen. Bei dem Terroranschlag waren mehr als 100 Personen verletzt worden.

Ende März war der mutmaßlich islamistische Attentäter Khalid Masood auf der Westminster-Brücke im Herzen Londons mit seinem Auto in eine Gruppe von Passanten gerast, vier Menschen starben. Vor dem Parlament erstach Masood dann einen Polizisten, ehe er selbst erschossen wurde. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich.

afp/bix/dpa

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