+
In der Londoner Innenstadt kam es am Samstagabend zu einem Terroranschlag, in dessen Folge mindestens sieben Menschen ums Leben kamen.

Lieferwagen raste in Menge

Terrorattacken in London: Was wir wissen - und was nicht

  • schließen

Am Samstagabend kam es auf der London Bridge in der englischen Hauptstadt zu einem Vorfall. Dort raste ein Lieferwagen in eine Menschenmenge. Was wir wissen - und was nicht.

London - In London ist ein Lastwagen am Samstagabend auf der London Bridge in eine Fußgängergruppe gefahren. Die Brücke wurde komplett gesperrt. Auch aus dem nahe gelegenen Borough Market kamen Notrufe. Beide Vorfälle stehen in Zusammenhang, die Polizei London sprach im Laufe der Nacht von einer terroristischen Attacke. Was wir über den Vorfall wissen - und was nicht.

Am Samstagabend: Lieferwagen rast in London in eine Menschenmenge

  • In der Nacht zum Sonntag ist in der britischen Hauptstadt London auf der London Bridge ein weißer Lieferwagen in eine Menschenmenge gefahren.
  • Anschließend fuhr der Van zum nahe gelegenen Borough Market, wo die drei Angreifer ausstiegen und Passanten mit Messern attackierten.
  • Die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab und räumte auch nahe Metro-Stationen. 
  • Es gibt mindestens sieben Tote - unter anderem ein Kanadier und ein Franzose - und 48 Verletzte, darunter zwei Deutsche. 21 der Verletzten sind in einem kritischen Zustand. Bei drei weiteren Toten handelt es sich um die mutmaßlichen Attentäter, die von der Polizei erschossen wurden.
  • Die Polizei spricht von einem Terroranschlag.
  • Augenzeugen erzählten laut britischen Medien von Schüssen nahe der Brücke.
  • Zunächst wurde von weiteren Attacken im Stadtteil Vauxhall berichtet. Allerdings stellte sich heraus, dass diese Vorfälle in keinerlei Zusammenhang mit den Attacken nahe der London Bridge stehen.
  • Acht Einsatzkräfte haben insgesamt rund 50 Schüsse in Richtung der Angreifer abgefeuert.
  • Der sogenannte Islamische Staat hat den Anschlag in London für sich reklamiert. 
  • Die Polizei hat am Sonntag insgesamt 14 Personen festgenommen. Diese wurden alle ohne Anklage entlassen. Weitere Festnahmen gab es am frühen Montag. 
  • Die Polizei hat zwei der drei mutmaßlichen Attentäter identifiziert. Es handele sich um den 27-jährigen Khuram Shazad Butt, einen in Pakistan geborenen Briten, und den 30 Jahre alten Rachid Redouane, der sich als Marokkaner oder auch als Libyer ausgegeben habe.

Was wir nicht wissen

  • Wer sind die Opfer?
  • Über die Identität des dritten mutmaßlichen Attentäters ist noch nichts bekannt.

In unserem Live-Ticker zum Vorfall in London halten wir Sie auf dem Laufenden.

Dieser Text wird laufend aktualisiert.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Parlament in Den Haag erkennt Völkermord an Armeniern an
Ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Türkei: Der Massenmord an Armeniern 1915. Es war Völkermord, sagt das niederländische Parlament. Ankara reagierte prompt.
Parlament in Den Haag erkennt Völkermord an Armeniern an
Merkel spricht von „Massaker“ in Ost-Ghuta
Täglich bombardieren Syriens Regierungstruppen das Rebellengebiet Ost-Ghuta. 400.000 Menschen sind dort eingeschlossen, die humanitäre Lage ist dramatisch. Doch im …
Merkel spricht von „Massaker“ in Ost-Ghuta
Bundestag lehnt AfD-Antrag um umstrittene Yücel-Texte ab
Auch nach seiner Freilassung sorgt Deniz Yücel weiter für Diskussionen in der deutschen Politik-Landschaft. Eine Forderung der AfD, den „Welt“-Journalisten für einzelne …
Bundestag lehnt AfD-Antrag um umstrittene Yücel-Texte ab
Union und SPD dämpfen Erwartung eines kostenlosen Nahverkehrs
Mit ihrem Brief nach Brüssel hat die Bundesregierung eine Debatte über kostenlosen Nahverkehr losgetreten, der laut der meisten Parteien unrealsistisch sei. Die Linken …
Union und SPD dämpfen Erwartung eines kostenlosen Nahverkehrs

Kommentare