+
Der Gruppe wird vorgeworfen, in Freital und Dresden Flüchtlingsheime und Wohnungen von Gegnern angegriffen zu haben. Foto: Oliver Killig/Archiv

Terrorprozess findet in Dresdner Flüchtlingsunterkunft statt

Dresden (dpa) - Der Prozess gegen die unter Terrorverdacht stehenden Mitglieder der "Gruppe Freital" soll in einer neuen Flüchtlingsunterkunft stattfinden. Das Oberlandesgericht Sachsen gab dafür räumliche Gründe an: Das öffentliche Interesse sei so groß, dass die Sitzungssäle nicht ausreichten.

Der Gruppe wird vorgeworfen, in Freital und Dresden Flüchtlingsheime und Wohnungen von Gegnern angegriffen zu haben. In dem Verfahren stehen sieben Männer und eine Frau wegen des Verdachts auf Bildung einer terroristischen Vereinigung vor Gericht. Weitere Vorwürfe betreffen unter anderem Straftaten wie versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion.

Ein Termin für den Prozess steht noch nicht fest. Vermutlich beginnt er Ende 2016. Mit einer Anklage wird im August oder September gerechnet. Alle Tatverdächtigen sitzen in Untersuchungshaft. Der Generalbundesanwalt führt die Ermittlungen.

Die betroffene Flüchtlingsunterkunft entsteht derzeit im Norden von Dresden und befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Justizvollzugsanstalt. Erst nach Ende der Verhandlung soll das Gebäude seinem eigentlichen Zweck dienen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trump feiert sich und attackiert die Medien
Für die ersten 100 Tage im Amt hat Donald Trump nur Eigenlob übrig. Die Medien und ihr traditionelles Galadinner verspottet er dagegen. Die Journalisten geben sich …
Trump feiert sich und attackiert die Medien
De Maizière fordert „Leitkultur“ - und erntet viel Kritik
Berlin - Das hatten wir doch schon mal: Bundesinnenminister de Maizière wirft den Begriff der deutschen Leitkultur wieder in die politische Debatte - und fängt sich viel …
De Maizière fordert „Leitkultur“ - und erntet viel Kritik
Knobloch fordert Signal aus dem Kanzleramt gegen Judenhass
Dachau - Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, hat einen Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung gefordert.
Knobloch fordert Signal aus dem Kanzleramt gegen Judenhass
Erdogan kritisiert US-Unterstützung von kurdischen Milizen
Istanbul (dpa) - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Unterstützung der USA für kurdische Kämpfer im Bürgerkriegsland Syrien erneut kritisiert.
Erdogan kritisiert US-Unterstützung von kurdischen Milizen

Kommentare