Thai-König Rama X winkt neben seiner Frau Suthida vom Balkon des Großen Palastes in Bangkok.
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Thailands-König Maha Vajiralongkorn liegt Gerüchten zufolge auf der Intensivstation

Insider berichtet

„Sehr ernster“ Gesundheitszustand: Corona-Sorge um „Thai-Kini“

  • Franziska Schwarz
    vonFranziska Schwarz
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Besonders bei jungen Thailandern steht König Rama X in der Kritik. Nun gibt es Spekulationen um seinen Gesundheitszustand.

Bangkok - König Maha Vajiralongkorn, mit Beinamen Rama X, soll in die Intensivstation eingeliefert worden sein - mit Atemwegssymptomen, die typisch für Covid-19 sind. Das twitterte der schottische Journalist Andrew MacGregor Marshall am Donnerstag unter Berufung auf nicht namentlich genannte Insider.

Der König Thailands, der ein Faible für Bayern hat, wird in seinem Land zunehmend in Frage gestellt. Der General Prayut Chan-ocha ist seit einem Putsch des Militärs 2014 an der Macht. Die Behörden gehen hart gegen führende Köpfe der Demokratiebewegung vor.

Gewalt bei Protesten gegen Militär-Regierung und Thai-König

In Bangkok soll Rama X nun vom ersten in ein zweites Krankenhaus verlegt worden sein, nachdem sein Zustand „ernst“ wurde. Marshall arbeitete 17 Jahre lang als Korrespondent für Reuters, mit Fokus unter anderem auf Thailand. Er schob allerdings zwei Tweets hinterher: Der Gesundheitszustand des Königs sei zunächst offenbar „sehr ernst“ gewesen, aber in Lebensgefahr befände er sich wohl nicht. Auch ein Zusammenhang mit Sars-CoV-2 sei wohl doch nicht gesichert.

In Thailand kommt es seit Juli 2020 immer wieder zu Protesten, an denen sich vor allem junge Leute beteiligen. Sie richten sich gegen die vom Militär kontrollierte Regierung und zunehmend auch gegen das jahrzentelang als unangreifbar geltende Königshaus. Sie fordern dessen Reform und die Abschaffung des Paragraphen 112 des thailändischen Strafrechts.

Das Thema Königshaus wird in Thailand vom Tabu zum Politikum

Auf Kritik am König, an der Königin oder anderen Mitgliedern des Hofes stehen drakonische Strafen von bis zu 15 Jahren Haft. Das Thema war in dem südostasiatischen Land lange ein Tabu. Das Königshaus hat in Thailand aber auch weiterhin viele Anhänger.

Die Behörden in Thailand gehen weiter hart gegen führende Köpfe der Demokratiebewegung vor. Die Sicherheitskräfte setzten wiederholt Gummigeschosse, Tränengas und Wasserwerfer ein. Insgesamt hat die Justiz im Zuge der Proteste schon mehr als 300 Menschen verschiedener Vergehen beschuldigt. (frs mit Material von dpa und AFP)

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