+
Theresa May hat noch keine Details zu ihrer Strategie bei den Verhandlungen in Brüssel genannt. 

Vorwürfe zurückgewiesen

Theresa May: Brexit-Gedanken sind nicht wirr

London - Die britische Premierministerin Theresa May hat Vorwürfe, das Handeln ihrer Regierung bei den Brexit-Plänen sei wirr, deutlich zurückgewiesen.

Sie wolle Details über ihre Ziele „in den kommenden Wochen“ veröffentlichen, kündigte May am Sonntag in einem Interview des britischen Senders Sky News an. „Unser Denken ist nicht wirr.“ Die Komplexität der Themen habe aber Zeit gefordert.

Ivan Rogers war in der vergangenen Woche überraschend als britischer EU-Botschafter zurückgetreten und hatte den britischen Ministern schlechte Argumente und wirres Denken vorgeworfen. „Es mangelt an ernsthafter, multilateraler Verhandlungserfahrung in der Regierung“, schrieb er in einer E-Mail. Neuer EU-Botschafter wird Tim Barrow, der etwa 30 Jahre Erfahrung als Diplomat hat, darunter auch in Russland.

May nannte keine Details zu ihrer Strategie bei den Verhandlungen mit Brüssel. Großbritannien könne aber nicht an „Häppchen“ der EU-Mitgliedschaft nach dem Brexit festhalten. Die Premierministerin bekräftigte im Interview, bis Ende März die Austrittserklärung nach Artikel 50 des Lissabon-Vertrags in Brüssel einzureichen.

Die Briten hatten sich in einer historischen Abstimmung am 23. Juni 2016 mit knapper Mehrheit für den Ausstieg aus der EU ausgesprochen. Mit großer Spannung wird noch im Januar ein Urteil des höchsten britischen Gerichts (Supreme Court) erwartet. Es soll klären, ob auch das britische Parlament der Austrittserklärung zustimmen muss. Die Mehrheit der Parlamentarier gilt als EU-freundlich. Der Richterspruch könnte erheblichen Einfluss darauf haben, wann und unter welchen Bedingungen die Trennung von der Europäischen Union erfolgt.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Seehofer mit 83,7 Prozent als CSU-Chef wiedergewählt
Die CSU hat gesprochen: Zumindest im Amt des Parteichefs darf Horst Seehofer weitermachen. Trotzdem bricht eine neue Ära an.
Seehofer mit 83,7 Prozent als CSU-Chef wiedergewählt
Seehofer als CSU-Vorsitzender bestätigt - mit seinem mit Abstand schlechtesten Ergebnis
Horst Seehofer ist als Parteivorsitzender wiedergewählt worden, auch sonst war und ist Spektakel garantiert: Alles zum CSU-Parteitag im News-Ticker.
Seehofer als CSU-Vorsitzender bestätigt - mit seinem mit Abstand schlechtesten Ergebnis
Gabriel fordert SPD zu Kurskorrektur auf
Der frühere Parteichef wünscht sich wieder mehr "rot" bei den Sozialdemokraten. Die SPD müsse Antworten finden auf Globalisierung und Digitalisierung. Für Gabriel geht …
Gabriel fordert SPD zu Kurskorrektur auf
SPD-Vize Gümbel über GroKo: „Ein Weiterso wird es nicht geben“
SPD und Union ringen um eine neue Bundesregierung. GroKo ja oder nein? Ist „KoKo“ vom Tisch? Immerhin hat sich die SPD nun geeinigt, sondierungen aufzunehmen. Alle News …
SPD-Vize Gümbel über GroKo: „Ein Weiterso wird es nicht geben“

Kommentare