+
Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU)

330 Soldaten sollen ins Krisenland

De Maizière: Mali-Einsatz dauert länger

Berlin - Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) rechnet damit, dass der Bundeswehreinsatz in Mali länger dauert. Die auf ein Jahr befristeten Mandate könnten nicht ausreichen.

„Die malische Armee ist in einem schlechten Zustand, sie kann sich kaum in einem Jahr in einen guten Zustand versetzen lassen. Es kann und wird wohl länger dauern“, sagte der CDU-Politiker der Bild am Sonntag.

Der Bundestag hatte am Donnerstag den Einsatz von bis zu 330 deutschen Soldaten in dem westafrikanischen Krisenland beschlossen. Konkret geht es um Missionen zur Ausbildung der malischen Armee und zur logistischen Unterstützung des Kampfeinsatzes gegen islamistische Rebellen. Beide Mandate sind bis Ende Februar 2014 befristet.

Krisenherd Mali: Die Hintergründe des Konflikts

Krisenherd Mali: Die Hintergründe des Konflikts

Auch wenn die Bundeswehr in Mali sich auf unterstützende Tätigkeiten beschränkt, schließt der Minister nicht aus, dass auch deutsche Soldaten in Gefahr geraten könnten. „Die Sorge um Leib und Leben unserer Soldaten bei allen Einsätzen begleitet uns stets. Und wir müssen die Bedrohungslage - zum Beispiel durch Sprengfallen - immer genau im Blick haben“, sagte er. De Maizière wies darauf hin, dass die deutschen Ausbilder von französischen Soldaten geschützt werden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trumps denkwürdiger Auftritt hinterlässt ein aufgebrachtes Land
Geplant war nur ein Statement zur Infrastruktur im Trump-Tower. Dann aber kamen Fragen zur Gewalt von Charlottesville. Der denkwürdige Auftritt von Donald Trump …
Trumps denkwürdiger Auftritt hinterlässt ein aufgebrachtes Land
Polizei setzte sich bei G20-Einsatz über Verbot hinweg
Die Polizei überschritt bei den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg offenbar ihre Kompetenzen. Besonders über ein Verbot setzten sich die Sicherheitskräfte hinweg.
Polizei setzte sich bei G20-Einsatz über Verbot hinweg
Trump zieht Notbremse und löst zwei Beraterkreise auf
Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump löst nach harscher Kritik an seiner Haltung zur Gewalt in Charlottesville kurzerhand zwei Beraterkreise im Weißen Haus auf. …
Trump zieht Notbremse und löst zwei Beraterkreise auf
Kommentar: SPD in der Putin-Falle
„Privatsache“ sei  der neue Öl-Job für Ex-Kanzler Gerhard Schröder beim russischen Staatskonzern Rosneft, behauptet SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Ein schwerer …
Kommentar: SPD in der Putin-Falle

Kommentare