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Thomas Hacker (Mitte, im Bild links der scheidende Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch, rechts der scheidende Wirtschaftsminister Martin Zeil) soll neuer Chef der Bayern-FDP werden.

Neustart nach der Wahlklatsche

Thomas Hacker soll Bayerns FDP-Chef werden

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München – Bayerns FDP stellt sich nach der Wahlklatsche neu auf. Der Parteitag wird in zwei Wochen voraussichtlich den früheren Landtagsfraktionschef Thomas Hacker zum Landesvorsitzenden wählen.

Der 46-Jährige ist derzeit der einzige Bewerber. "Darauf läuft es hinaus", heißt es in Parteikreisen. Nach Ex-Minister Wolfgang Heubisch verzichtete gestern auch Horst Meierhofer auf eine Kandidatur.

Meierhofer hatte als chancenreicher Bewerber gegolten. Die Familie mit den beiden kleinen Kindern, den Beruf und den ehrenamtlichen Vorsitz unter einen Hut zu bringen, „das sehe ich im Moment leider nicht“, sagte der frühere Landesgruppenchef unserer Zeitung. Meierhofer (41) tritt als Vize an und ist zudem OB-Kandidat in Regensburg. Er muss sich wie alle FDP-Abgeordneten aus Land und Bund derzeit einen neuen Job suchen. Die Zeit für aufreibende Parteiaufgaben ist da knapper.

Die drei Vizeposten dürften allerdings am 23. November in Bamberg umkämpft sein. Neben Meierhofer gilt auch der Finanzexperte Karsten Klein aus Aschaffenburg, der bisher im Landtag saß, als Interessent, dazu kommen mehrere Nürnberger Kandidaten. Seine Kandidatur als Vizechef plant zudem der Münchner FDP-Vorsitzende Daniel Föst. "Voraussichtlich" werde er antreten, sagte er Merkur-Online. "München war immer stabil bei über fünf Prozent", sagt Föst. Der Stadtverband könne eine "Triebfeder sein bei der Erneuerung der FDP". Immerhin seien nach der Niederlage 60 neue Mitglieder in die Münchner FDP eingetreten. Bayernweit waren es fast 200 Neueintritte.

Die Liberalen hatten bei den Wahlen im September den Wiedereinzug in den Landtag und in den Bundestag überraschend verpasst. Politisch und auch finanziell ist das für die Partei ein Debakel. Die Landesvorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die derzeit noch amtierende Bundesjustizministerin, will deshalb ihr Ehrenamt auf dem Parteitag zur Verfügung stellen und den Weg für einen Neuanfang freimachen. Auch Generalsekretärin Miriam Gruß hört auf. Wer auf dem Generalsposten nachfolgt, ist noch offen. Erwartet wird, dass der Bayreuther Hacker explizit einen oberbayerischen Kandidaten für das Amt benennt. Hier wird wiederholt der frühere Landtagsabgeordnete Tobias Thalhammer aus dem Landkreis München genannt. Auch die Europaabgeordnete Nadja Hirsch aus München, die letzte bayerische Liberale mit einem Mandat als Berufspolitikerin, käme in Frage.

Christian Deutschländer

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