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Thomas Sternberg ist der neue Präsident des Zentralkomitees der Katholiken.

Nachfolger von Alois Glück

Sternberg neuer Präsident des Zentralkomitees der Katholiken

Bonn - Ein CDU-Politiker und ausgewiesener Kirchenkenner soll den Dachverband der 24 Millionen katholischen Laien in die Zukunft führen. Eine der wichtigsten Aufgaben sieht der neue ZdK-Präsident im Dialog mit dem Islam.

Der CDU-Politiker Thomas Sternberg ist neuer Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). Bei der ZdK-Vollversammlung setzte sich der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete am Freitag in Bonn gegen die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesagrarministerium, Maria Flachsbarth (CDU), durch. Der 63-Jährige ist Nachfolger von Alois Glück und vertritt nun rund 24 Millionen katholische Laien in Deutschland.

Sternberg erhielt 110 der 190 abgegebenen Delegierten-Stimmen. Es war das erste Mal in der gut 150-jährigen Geschichte des ZdK, dass sich zwei Kandidaten um das Präsidenten-Amt beworben hatten.

Sternberg sagte, eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben des ZdK sehe er im Dialog mit dem Islam. „Denn solche Dialoge können diejenigen am besten führen, die in ihrem eigenen Glauben fest verwurzelt sind.“ Er kündigte an, das ZdK werde sich künftig noch stärker als bisher in aktuelle gesellschaftspolitische Debatten einmischen. Aber auch innerhalb der Organisation seien Reformen notwendig, erklärte der Theologe, der Direktor der katholisch-sozialen Akademie des Bistums Münster ist. Diese Tätigkeit will er nun aufgeben.

Bundespräsident Joachim Gauck gratulierte dem neuen Präsidenten und wünschte ihm „Mut, Geschick und Gottes Segen“. Er bezeichnete das ZdK als „ein wichtiges Bindeglied zwischen Kirche und Gesellschaft“. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, betonte in einem Glückwunschschreiben, das ZdK habe sich im kürzlich beendeten Dialogprozess der Kirche als engagierter und verlässlicher Partner erwiesen.

Zugleich dankte Marx dem bisherigen ZdK-Präsidenten Glück für seine Arbeit. Dieser hatte zu Beginn der Vollversammlung mehr Transparenz in der katholischen Kirche angemahnt. „Wir haben in unserer Kirche gravierende Probleme, weil es Strukturen der Intransparenz, der Abschottung, der abgekapselten Sonderwelten gibt“, kritisierte Glück.

dpa

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