Unser Umgang mit Nutztieren

Respekt vor dem Geschöpf

Die Auswüchse der Massentierhaltung sind derart pervers, dass es einem mit jedem weiteren Bericht darüber den Magen umdreht.

Wenn 90 Prozent der Schweine, die auf Spaltböden gehalten werden, kranke Beine haben, und das nur, weil nicht eingestreut wird – aus Kostengründen, dann muss der Mensch sagen: Lasst diese intelligenten Tiere endlich raus auf die Weide! Wenn männliche Küken millionenfach bei lebendigem Leib zerhäckselt werden – allein aus Profitgründen, dann muss der Mensch sagen: Halt! Der Bundesagrarminister will das Kükenschreddern bis 2017 stoppen. Falsch, er muss es sofort stoppen! Dieses Töten ist widerlich, moralisch durch nichts zu rechtfertigen und eindeutig ein Verstoß gegen Paragraf 4 des Tierschutzgesetzes. Früher wurden männliche Küken großgezogen und als Brathähnchen verspeist, auch wenn sie etwas weniger auf die Waage brachten. Oder sie wurden kastriert als Kapaun besonders geschätzt. Jedenfalls wurden sie nicht einfach aussortiert und zu Tode gefoltert. Wir Menschen müssen auch diese Geschöpfe respektieren und wertschätzen. Wertschätzen heißt auch: Wenn wir sie essen wollen, müssen wir mehr dafür bezahlen.

Christian Vordemann Sie erreichen den Autor unter Christian.Vordemann@merkur.de

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