+
Für Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich gehört der Islam nicht zu seinem Bundesland. Foto: Arno Burgi

Tillich: Islam gehört nicht zu Sachsen

Dresden (dpa) - Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat der Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) widersprochen, der Islam gehöre auch zu Deutschland. Er teile diese Auffassung nicht, sagte Tillich der "Welt am Sonntag".

Muslime seien in Deutschland willkommen und könnten ihre Religion ausüben. "Das bedeutet aber nicht, dass der Islam zu Sachsen gehört."

Von den muslimischen Verbänden forderte Tillich, sich klarer vom islamistischen Terror zu distanzieren. Die Menschen hätten Angst vor dem Islam, weil Terrorakte im Namen des Islam verübt würden. Die muslimischen Verbände könnten den Menschen diese Ängste nehmen, wenn sie klar formulierten, dass es sich um einen Missbrauch ihrer Religion handele. "Das wäre ein überzeugender Beitrag, die Ängste in diesem Land zu reduzieren", betonte Tillich.

In der sächsischen Landeshauptstadt Dresden geht seit Wochen das islamkritische Bündnis Pegida mit stetig wachsendem Zulauf auf die Straße. Inzwischen haben sich in vielen Städten Ableger organisiert.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

London will EU-Bürgern weitreichende Bleiberechte gewähren
Theresa May gibt sich überzeugt: Ihr Bleibe-Angebot für EU-Bürger in Großbritannien sei "ernsthaft und fair". Die anderen Gipfelteilnehmer sehen das Ganze allerdings …
London will EU-Bürgern weitreichende Bleiberechte gewähren
Vermögensteuer bleibt Reizthema beim SPD-Parteitag
Verpuffter Schulz-Effekt, miese Umfragen: Vor ihrem Parteitag in Dortmund ist die Lage der SPD bescheiden. Über die Inhalte will Kanzlerkandidat Schulz nun versuchen, …
Vermögensteuer bleibt Reizthema beim SPD-Parteitag
Hackerangriffe auf deutsches Spitzenpersonal aus Politik und Wirtschaft 
Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft sind laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) derzeit einer Welle von "professionellen …
Hackerangriffe auf deutsches Spitzenpersonal aus Politik und Wirtschaft 
Trump stellt Unparteilichkeit von US-Sonderermittler in Frage
US-Präsident Donald Trump hat die Unbefangenheit vom Sonderermittler in der Russland-Affäre, Robert Mueller, in Frage gestellt. Grund sei die enge Freundschaft zu dem …
Trump stellt Unparteilichkeit von US-Sonderermittler in Frage

Kommentare