+
Stanislaw Tillich.

Regierungsbildung in Sachsen

Tillich bietet SPD Koalitionsverhandlung an

Dresden - Sachsens CDU-Chef und Ministerpräsident Stanislaw Tillich will der SPD Koalitionsverhandlungen anbieten. Einen entsprechenden Beschluss werde er dem Landesvorstand der Union empfehlen.

Dies sagte er am Freitag in Dresden. Der Parteivorstand wollte noch am Abend zusammenkommen. Die CDU, die bei der Landtagswahl am 31. August erneut stärkste Kraft in Sachsen geworden war, hatte in den vergangenen beiden Wochen Sondierungsgespräche mit SPD und Grünen geführt.

Kurz vor der Ankündigung Tillichs hatte die Grünen-Parteispitze mitgeteilt, dass sie gegen die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union sei. Man sei zu dem Schluss gekommen, dass es für ein Zusammengehen aufgrund inhaltlicher Differenzen - vor allem in der Energiepolitik - dafür derzeit keine ausreichende Basis gebe, sagten die Landesvorsitzenden Claudia Maicher und Volkmar Zschocke. Endgültig muss an diesem Samstag ein Landesparteitag in Leipzig entscheiden.

Die CDU war bei der Landtagswahl auf 39,4 Prozent gekommen. Da ihr bisheriger Koalitionspartner FDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte, muss sie sich einen neuen Partner suchen. Eine Koalition mit der SPD brächte der CDU eine komfortable Mehrheit. Im 126 Sitze zählenden Landtag könnte Schwarz-Rot auf 77 Abgeordnete bauen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Letzte Umfragen vor der Bundestagswahl: Union und SPD verlieren
Das sagen die letzten Umfragen vor der Bundestagswahl 2017: Union und SPD verlieren, die AfD legt weiter zu.
Letzte Umfragen vor der Bundestagswahl: Union und SPD verlieren
USA schicken Bomber über Gewässer östlich von Nordkorea
Washington - Im Konflikt um das nordkoreanische Atomwaffen-Programm haben die USA am Samstag mehrere B-1B-Bomber aus Guam und Kampfjets in den internationalen Luftraum …
USA schicken Bomber über Gewässer östlich von Nordkorea
Konflikt um Katalonien spitzt sich zu: Streit um Polizei
Am 1. Oktober wollen die Separatisten in Katalonien über die Abspaltung von Spanien abstimmen. Das „verbindliche Referendum“, das von der Justiz untersagt wurde, will …
Konflikt um Katalonien spitzt sich zu: Streit um Polizei
Nach Mays Brexit-Rede: Weltweite Kritik nimmt zu
Die Kritik an der Brexit-Rede von Theresa May nimmt zu. Besonders bitter für die Premierministerin: Nach ihrem Auftritt stufte eine US-Ratingagentur die Kreditwürdigkeit …
Nach Mays Brexit-Rede: Weltweite Kritik nimmt zu

Kommentare