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Generalbundesanwalt Harald Range wurde 2015 durch den damaligen Justizminister Heiko Maas entlassen.

Tod im Alter von 70 Jahren

Ex-Generalbundesanwalt Harald Range stirbt nach Herzinfarkt

Harald Range, der ehemalige Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof, ist in Karlsruhe gestorben. Er erlag offenbar einem Herzinfarkt. Range wurde 70 Jahre alt.

Karlsruhe - Wie die „Bild“ berichtet habe Range am Mittwochabend mit seiner Frau ein Café in Karlsruhe besucht. Als er die Toilette aufsuchte, sei er zusammengebrochen.

Das Bundesjustizministerium bestätigte den Tod des Ex-Generalbundesanwalts. Zu den wichtigsten Entscheidungen während Ranges Amtszeit gehörte die Anklage gegen die einzige Überlebende des Terrortrios „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU), Beate Zschäpe. Unter Druck geriet der Topjurist im Zuge der Spähaffäre um den US-Geheimdienst NSA.

 Range wurde im Jahr 2015 durch den damaligen Justizminister Heiko Maas entlassen. Hintergrund waren damals Ermittlungen gegen das Online-Portal „netzpolitik.org“. Range hatte ein Verfahren eingeleitet, weil seiner Meinung nach die Journalisten Landesverrat begangen hätten. Das wurde vielfach als Angriff auf die Pressefreiheit kritisiert, die Regierung distanzierte sich. 

Daraufhin hatte Range den Maas frontal angegriffen und erklärt: „Auf Ermittlungen Einfluss zu nehmen, weil deren mögliches Ergebnis politisch nicht opportun erscheint, ist ein unerträglicher Eingriff in die Unabhängigkeit der Justiz.“ 

Netzpolitik.org hatte über Pläne des Bundesamtes für Verfassungsschutz berichtet, Online-Netzwerke stärker zu überwachen. Dazu veröffentlichte das Blog vertrauliche Unterlagen.

mb

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